15 freie Plätze in Ohrdorf, 9 in Knesebeck / Drei Reservierungen für Butting

Kindergärten mit Kapazitäten

In vielen Kindergartengruppen der Stadt Wittingen ist noch ein Plätzchen frei. Foto: dpa

Wittingen. Die Stadt Wittingen verfügt weitgehend über ausreichend Kapazitäten in ihren Kindertagesstätten. Zum Teil wird am Beginn des neuen Kindergartenjahres sogar eine recht große Zahl von Plätzen frei bleiben.

Das geht aus den Anmeldezahlen für August hervor, die jetzt dem Sozialausschuss vorgelegt wurden.

Demnach bleiben ab 1. August zum Beispiel in Knesebeck vormittags neun Plätze frei. In Wittingen, wo es wie in Knesebeck drei Vormittagsgruppen und eine Ganztags-Integrationsgruppe (neu in Knesebeck ab 1. August) gibt, bleiben nach Stand der Dinge zwei Plätze vakant. Dagegen wird im Nachmittagsbereich für Wittingen derzeit mit zwei fehlenden Plätzen kalkuliert.

In der Wittinger Krippe könnten vormittags (zwei Gruppen) noch acht weitere Kinder angemeldet werden. Nachmittags sind fünf Plätze frei. Die Knesebecker Krippe schafft fast eine Punktlandung, allerdings könnte ab Oktober ein Fehlbedarf von ein bis zwei Plätzen drohen.

Besonders viel „Luft“ ist ab August in Ohrdorf. 15 weitere Kinder könnten in den zwei Vormittagsgruppen untergebracht werden. Da ist nach Angaben des Ersten Stadtrats Peter Rothe schon einberechnet, dass die Nachmittagsgruppe aufgelöst wird und die neun Kinder voraussichtlich künftig ebenfalls am Vormittag betreut werden.

Handlungsbedarf leitet man in der Stadtverwaltung aus diesen Zahlen nicht ab. Der leichte Fehlbedarf werde sich möglicherweise nivellieren, sagt Rothe. Wie die Zahlen aussehen, wenn nächstes Jahr der Rechtsanspruch greift, das wisse zurzeit noch keiner. Die Stadt werde die Pflichtquote erfüllen, über diese Quote hinaus die Kapazitäten zu erweitern sei angesichts der schrumpfenden Geburtenraten ein „Vabanquespiel“. Die Wittinger Krippe sei bewusst „auf Zuwachs gebaut“ worden.

Die Unterbelegung im Kindergartenbereich erlaubt es der Stadt sogar, der Firma Butting in Knesebeck künftig drei Halbtags-Plätze zu reservieren. Das Unternehmen sieht solch ein Angebot als Standortfaktor bei der schwieriger werdenden Suche nach Fachkräften und hatte einen entsprechenden Antrag gestellt.

Der Sozialausschuss votierte einstimmig dafür. Butting zahlt für das Freihalten 3000 Euro pro Platz – auch für nicht in Anspruch genommene. „Kein Wittinger Kind bleibt deshalb auf der Strecke“, betonte Rothe. Krippenplätze seien von der Abmachung, die zunächst für ein Jahr geschlossen werden soll, generell nicht betroffen.

Von Holger Boden

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