Oberschule: Wittingen und Hankensbüttel warten weiter auf das Land

Keine Planungssicherheit

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Wittingen/Hankensbüttel. Noch immer gibt es keine letzte Klarheit über eine Oberschule in Hankensbüttel – und damit weiterhin Unsicherheit für die Schul-Planungen im Luftkurort wie auch in Wittingen.

Ein Gespräch der beiden Bürgermeister Karl Ridder und Andreas Taebel mit Kultusminister Bernd Althusmann brachte am Mittwoch in Hannover keine neuen Erkenntnisse.

Einziges Ergebnis des Treffens: Die von Hankensbüttel für die Zukunft erwarteten Schülerzahlen werden von der Landesschulbehörde noch einmal geprüft. Die Samtgemeinde hatte ihrem Antrag auf eine eigene Oberschule neue, höhere Zahlen beigefügt und mit einer verbesserten Geburtenrate und der Inklusion argumentiert.

Einen endgültigen ablehnenden Bescheid hat man im Hankensbütteler Rathaus noch immer nicht – auch wenn Althusmann schon am 10. Mai seine Parteifreundin und Landtagsabgeordnete Ingrid Klopp (CDU) in einem Schreiben wissen ließ, die „Errichtung einer Oberschule in Hankensbüttel“ sei „aufgrund der zu geringen Schülerzahlen leider nicht möglich“.

Die Samtgemeinde hat stattdessen einen Anhörungsbescheid bekommen, den sie bis zum 30. Juni beantworten soll – es geht darin noch einmal um die prognostizierten Schülerzahlen.

Die stellvertretende Rathaus-Chefin Ilka Bauke hofft indes, dass vielleicht noch vor der Sitzung des Schulausschusses am nächsten Dienstag eine Rückmeldung aus dem Kultusministerium kommt, die für etwas mehr Klarheit sorgt. „Die Situation ist für alle Beteiligten unbefriedigend“, weiß Bauke, „es gibt keine Planungssicherheit.“ Wie es jetzt weitergehe, sei offen, man müsse die Beratungen in Schulausschuss und Samtgemeinderat abwarten.

Denkbar ist, dass Hankensbüttel im Falle der endgültigen Ablehnung einer Oberschule seine Hauptschule weiterlaufen lässt. Allerdings könnten die Schüler der Samtgemeinde – egal, ob Haupt- oder Realschüler – dann auch die bereits genehmigte Wittinger Oberschule, die im August an den Start geht, als Angebotsschule anwählen.

Laut Ridder ist am Mittwoch in Hannover auch noch einmal über eine mögliche Kooperation zwischen Hankensbüttel und Wittingen gesprochen worden. Allerdings habe es diesbezüglich auf politischer Ebene zwischen beiden Kommunen bisher keine Gespräche gegeben. Eine gemeinsame Oberschule schon ab August könne er daher „nicht erkennen“: „Die Zeit läuft uns davon.“

Offiziell haben alle Fraktionen im Stadtrat betont, die Tür für Gespräche über eine gemeinsame Lösung sei offen. Jedoch darf davon ausgegangen werden, dass sie für die Wittinger Eltern vor allem möglichst schnell Planungssicherheit wollen. In Wittingen laufen vom 18. bis 20. Juni die Anmeldungen für die Oberschule.

Von Holger Boden

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