Verkehrsausschuss spricht sich gegen Anliegen der Anwohner und des Ortsrats aus

Kein Pflaster für Carl-Peters-Straße

Der Schotterweg in der Carl-Peters-Straße wird wohl bleiben. Der Verkehrsausschuss sprach sich gegen eine Bepflasterung aus – zum Unmut der Anwohner.
+
Der Schotterweg in der Carl-Peters-Straße wird wohl bleiben. Der Verkehrsausschuss sprach sich gegen eine Bepflasterung aus – zum Unmut der Anwohner.

Wittingen – Die Anwohner der Carl-Peters-Straße verließen die jüngste Sitzung des Wittinger Verkehrsausschusses sichtlich enttäuscht, teils sauer.

Denn zuvor hatte sich der Ausschuss dafür ausgesprochen, doch kein Pflaster in der Carl-Peters-Straße zu verbauen und stattdessen weiterhin Kies zu benutzen. Enttäuschung wohl auch, da der Ortsrat Wittingen sie bei ihrem Anliegen unterstützt hatte.

Bereits während der ersten Einwohnerfragestunde hatten sich Anwohner noch einmal für Pflaster starkgemacht. Ein Zuschauer meinte, dass Kinder den Kiesweg nicht nutzen würden, nachdem es geregnet habe. Denn es würden sich große Pfützen bilden und der Weg matschig werden. Auch nach der Sinnhaftigkeit der aktuellen Sanierung der Fahrbahndecke – mit Blick auf den schlechten Untergrund – fragte ein Anwohner. Ausschussvorsitzender Friedrich Lührs erklärte, dass ein neuer Untergrund zulasten der Stadt gegangen wäre. Daher gehe man dieses Risiko ein, was in der Vergangenheit bei anderen Straßen auch der Fall gewesen sei.

Wittingens Ortsbürgermeister Matthias Rönneberg, der ebenfalls als Zuschauer anwesend war, plädierte auch für einen Ausbau mit Pflaster. Angesichts der eher geringen Kosten wäre dies umsetzbar, gerade mit Blick auf teure Projekte wie die Dorferneuerung, etwa in Darrigsdorf. Das könnte man den Anwohnern nicht vermitteln und würde eine Debatte über die Bevorzugung der anderen Dörfer auslösen.

45 000 Euro würde die Bepflasterung kosten, erklärte die Verwaltung. Man habe auch geprüft, wie viel die generelle Bepflasterung der Lücken kosten würde. Insgesamt würde man dann bei etwa 60 000 Euro liegen. Die Strabag, die die Straßenarbeiten umsetzt, bräuchte aber binnen vier Wochen eine Entscheidung. Ratsherr Hans-Heinrich Koch erklärte, dass es lediglich darum gehe, eine Wiederherstellung des alten Standards zu erreichen, nicht um einen Ausbau. Angesichts der finanziellen Lage der Stadt sollte man dies dann auch so umsetzen, zumal der Verwaltungsausschuss dies empfohlen hat. Dem folgten dann auch die weiteren Ratsherren.

Ihre Enttäuschung über diese Entscheidung erklärten die Anwohner dann in der zweiten Einwohnerfragestunde, ebenso Rönneberg. Im Anschluss folgte dann auch die befürchtete Neiddebatte vor der Stadthalle. Mit Blick auf das Geld, welches etwa für die Dorferneuerung in Darrigsdorf in die Hand genommen wird, herrschte Unverständnis. Auch die Argumente im Ausschuss wie Fördergelder konnten keinen der Anwohner überzeugen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare