Neues Naturschutzgebiet bei Ohrdorf: Verfahren wird noch länger dauern

„Kein fertiges Konzept“

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(Symbolfoto)

Ohrdorf. Der Ohrdorfer Ortsrat hat die Pläne des Landkreises für ein neues Naturschutzgebiet an der Ohre zur Kenntnis genommen – mehr gab es für die Lokalpolitiker zunächst einmal auch nicht zu tun, denn:

„Wir haben noch kein fertiges Konzept in der Tasche“, berichtete Bernhard Hoffmann vom Gifhorner Umweltamt.

Kommt die ganze Sache also zu früh auf die Tagesordnung? Ganz und gar nicht, fand Hoffmann, denn es sei dem Landkreis darum gegangen, die Stadt Wittingen als betroffene Kommune frühzeitig zu informieren – und „Ängste“ wie auch „Geraune“ aus der Debatte herauszunehmen.

Die 14 Zuhörer im Bistro Athen schienen vor allem auch wegen des Naturschutzgebiets gekommen zu sein – auch wenn, so Hoffmann, am Ende nur vier Grundbesitzer unmittelbar betroffen sein werden. Was die dann in „ihrem“ Naturschutzgebiet noch tun und lassen dürfen, das regelt ein Erlass vom 27. Februar 2013, den noch die schwarz-gelbe Landesregierung verabschiedet hat.

So wird es vor allem darum gehen, dass in dem bewaldeten Streifen an der Ohre zwischen Waddekath und Haselhorst der als schutzwürdig erachtete Eichenbestand erhalten bleibt. Der Erlass macht unter anderem Vorgaben zum Anteil von Alt- und Totholz sowie zu Horstbäumen, in denen Vögel wie der Rotmilan nisten.

„Wir müssen das so machen, wie es vorgegeben ist“, betonte Hoffmann, „wir haben da als Landkreis keine Spielräume. Aber wir finden Lösungen, die weitgehend eigentümerfreundlich sind.“ Die Waldbesitzer können mit finanzieller Kompensation rechnen.

Sehr schnell wird es nicht gehen mit der Ausweisung des Naturschutzgebietes, das Verfahren wird sich wohl weit ins Jahr 2015 hinziehen. Der Landkreis will zunächst mit einem Entwurf auf das Landvolk zugehen, dann soll die Öffentlichkeit beteiligt werden.

Aus der Bürgerschaft kamen – bis auf leichtes Murren hier und da – zunächst wenige Anmerkungen. Nicht glücklich war man allerdings mit der Tatsache, dass da jemand ohne Anmeldung durch den Waldstreifen gelaufen sei und die Bäume kartiert habe.

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