„Kein Durchkommen“

Diese Parkweise stößt auf Kritik.

Wittingen - Von Jessica Könecke und Holger Boden. Nicht nur Schüler ärgern sich, wenn Ferien vorbei sind. Auch die Wittingerin Frauke Schünhoff sieht jedem Schultag alles andere als entspannt entgegen – sie ist genervt vom Parkchaos in ihrer Straße.

„Die Eltern parken wie die armen Irren“, schimpft sie. Die Eltern, die mittags ihre Kinder von der Schule abholen, stellten ihre Autos mitten auf dem Bürgersteig in der Berkenbuschstraße ab, häufig auch entgegengesetzt der Fahrtrichtung. „Mit dem Kinderwagen und einen Kind an der Hand ist da kein Durchkommen“, so Schünhoff.

Dass die Bürgersteige durch die unsachgemäße Benutzung kaputt gehen, stört Frauke Schünhoff ebenfalls. „Die Gehwege müssen instand gehalten werden. Das ist Anwohnerproblem und ich muss dafür zahlen“, erklärt sie.

Schünhoff wandte sich nach eigenen Angaben schon an die Polizei, den Bürgermeister und die Schule. Bisher sei das erfolglos gewesen. Auch versuchte sie mehrmals, mit den falsch parkenden Eltern zu sprechen. „Ich bekomme nur patzige Antworten, die Eltern sehen das gar nicht ein“, klagt sie.

Allerdings war das Thema für den Verkehrsexperten der Wittinger Polizei, Werner Sülflow, gestern neu: Wegen der Parksituation in der Berkenbuschstraße habe er noch keine Beschwerde auf den Tisch bekommen. Im Prinzip sei man ganz dankbar, wenn das Ein- und Aussteigen nicht am Umweg, sondern in einer Nebenstraße abgewickelt wird. Freilich hätten sich dabei alle an die Verkehrsregeln zu halten. Generell gelte bei derartigen Problemen: „Uns anrufen, wir kommen raus.“

Doch nicht nur das Parken ist nach Schünhoffs Auffassung ein Problem. Auch hielten sich viele Eltern nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern in dem Wohngebiet. „Das ist gefährlich, hier wohnen schließlich Kinder.“ Doch auch hier stießen sie und ihre Nachbarn bei den Rasern „nur auf Unverständnis“.

Schünhoffs Vorschlag: „Die Kinder sollten mit dem Fahrrad zur Schule fahren, dabei können die Eltern sie auch begleiten. Da gibt es gar keine Ausrede – schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur unangemessene Kleidung.“

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