Katzenbabys verhungert

Ein trauriges Bild bot sich Reiner Sudbrack vom Tierschutz Isenhagener Land.

Isenhagener Land - Von Carola Peiser. Erneut hat sich ein Fall von (mehrfacher) Tierquälerei in einem Wittinger Ortsteil ereignet. Ein trauriges Bild bot sich Reiner Sudbrack vom Tierschutz Isenhagener Land, als er von Nachbarn an den Ort gerufen wurde: Vier tote Katzenjunge lagen auf dem Fußboden – verhungert.

Wie der Tierschützer dem IK berichtet, seien die Besitzer in Urlaub gefahren und haben ihre acht bis neun Katzen und einen Hund mehr oder weniger ihrem Schicksal überlassen. „Die Nachbarn haben die Tür geöffnet, weil sie durch das laute Miauen des Muttertieres aufmerksam wurden. Die Besitzer sind einfach in Urlaub gefahren und haben den Tieren nur etwas Futter und Wasser hingestellt.“ Viel zu wenig. Für die vier Katzenbabys kam jede Hilfe zu spät, obwohl die Nachbarn die Tiere versorgt haben. Die Tiere einfach wegnehmen darf der Tierschutz nicht, das würde dem Landkreis Gifhorn unterliegen. Nach wie vor befinden sich die Katzen und der Hund in der „Obhut“ der Familie.

Bei diesem Fall handelt es sich laut Sudbrack leider um keinen Einzelfall: „Wiederholt ist es vorgekommen, dass Besitzer in Urlaub fahren oder sogar wegziehen und die Tiere ihrem Schicksal überlassen. Mittlerweile ist die Familie aus ihrem (zehntägigen) Urlaub zurück und Sudbrack hat Anzeige erstattet. „Wer auch immer bemerkt, dass Tiere gequält werden, soll sich mit dem Tierschutz in Verbindung setzen – notfalls auch anonym. Wir gehen jeder Sache nach“, versichert Sudbrack und wünscht sich, dass die geltenden Gesetze auch zeitnah umgesetzt werden.

Die Gründe, warum Menschen ihre Tiere derart vernachlässigen kann Sudbrack nur erahnen: „Viele Leute haben einfach kein Geld. Kaum einer lässt noch seine Katzen kastrieren und dann nimmt das Ganze überhand.“ Die Menschen schaffen sich aber trotzdem immer wieder Tiere an. Wie Sudbrack erläutert, kann man sich getrost an den Tierschutz wenden. Es wird immer eine vertretbare Lösung gefunden – auch wenn der Besitzer einen kleinen finanziellen Anteil – im Fall einer Kastration übernehmen muss. Erreichbar ist der Tierschutz unter (05831) 2000 oder kontakt@tierschutz-wittingen.de.

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