Sanierung der Tagungs- und Feierscheune auf dem Hof von Matthias Meier und Stephanie Hartwig geht voran

Kakerbeck: Ein ganzes Dorf feiert Richtfest

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Einen Gutschein in einer Kartoffelvorkeimkiste gab es für Matthias Meier und Stephanie Hartwig von Wittingens Stadtbürgermeister Karl Ridder.

ard Kakerbeck. Vor kurzem erst die 775-Jahrfeier, und am vergangenen Wochenende war wieder das gesamte 130-Einwohnerdorf auf den Beinen.

Matthias Meier und Stephanie Hartwig hatten zum Richtfest auf ihren Hof geladen, und die Kakerbecker kamen geschlossen, um das große Ereignis zu feiern und zu gratulieren.

Da gab es nicht nur das obligatorische Brot und Salz in verschiedenen Formen, sondern vom Wittinger Bürgermeister und Kakerbecker Karl Ridder eine Kartoffelvorkeimkiste mit Heidekraut und einem Gutschein für Einkäufe im Wittinger Baumarkt. „Das wird zwar nicht für ganz große Anschaffungen reichen, aber einige Nägel und Krampen kann man damit schon kaufen“, erklärte Ridder.

Er lobte den Bauherren, der „aus Altem etwas interessantes Neues macht“, nach den Vorgaben des Denkmalschutzes. Dank gab es von Meier vor allem auch für die herzliche Aufnahme im Dorf und die große Hilfsbereitschaft der Bürger, die die Arbeiten auf den Hof und ihn in vielerlei Hinsicht unterstützen. „Das ist man als Großstädter überhaupt nicht gewohnt“, sagte er, der vom Zuspruch der Gäste „überwältigt“ war.

Die Gulaschsuppe wurde im Kessel angerührt.

Meiers Lebensgefährtin Hartwig und Dachdecker-Chef Johann Gabor standen nach der Begrüßung auf dem Gerüst, um auf das Projekt anzustoßen. Einen Richtkranz gab es nicht. „Es ist ja schließlich kein Neubau, sondern eine Sanierung“, bemerkte Meier. Die Handwerker hatten die letzten Tage einen Zahn zugelegt und vorgearbeitet. Sie engagierten sich auch bei der Verköstigung der Gäste. Außer Bratwurst oder Buletten, Kuchen und Kaffee gab es ungarisches Gulasch, wahlweise mild und scharf für die Gäste. Die hatten es sich in der Scheune gemütlich gemacht.

Dort soll nach Beendigung der Umbau- und Sanierungsmaßnahmen Raum für Feierlichkeiten sein. Hochzeitsfeiern, Wein- oder Oktoberfest oder Geburtstage und Tagungen sowie Weihnachtsbasare kann sich Meier dort vorstellen (IK berichtete). Für die Flitterwochen steht dann das Haupthaus des Hofes, dessen Erdgeschoss 1864 erbaut wurde, zur Verfügung, wahlweise auch der Heuboden in den ehemaligen Rinderställen. Aber, so Meier, jederzeit sei er auch für weitere Ideen aus der Dorfgemeinschaft offen.

Derzeit wird jedoch noch fleißig gearbeitet, jüngst entdeckte Wandmalereien werden gerade freigelegt. Bei manchen Arbeiten packt Meier als gelernter Bauingenieur selber mit an. So erstrahlen bereits einige von ihm restaurierte Fenster wieder im neuen, alten Glanz. Und trotz einiger „Hiobsbotschaften“, wie der jüngst entdeckten maroden Abwasserleitung, lasse man sich nicht entmutigen, strahlte Meier Optimismus aus. „In den letzten neun Wochen haben wir hier viel geschafft“, sagte er. Allein die Dachfläche, die nun erneuert werde, habe eine Fläche von rund 3000 Quadratmetern.

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