Neues mobiles Angebot in der Stadt Wittingen

Jugendförderung kommt mit dem Bulli

Das Team der Jugendförderung sitzt auf der Treppe am Junkerpark.
+
Pandemie hin oder her: Die Wittinger Jugendförderung ist Ansprechpartner für die Kids im Stadtgebiet.
  • Holger Boden
    VonHolger Boden
    schließen

Wittingen – Die Wittinger Jugendförderung hat für die Jugendlichen im Stadtgebiet eine Neuerung parat – und fährt mit einem mobilen Jugendtreff über Land. Damit gibt’s nun auch Angebote abseits der beiden Jugendtreffs in Wittingen und Knesebeck.

Immer mittwochs und donnerstags ist das Team unterwegs und von 15 bis 16.30 Uhr irgendwo im Stadtgebiet präsent. In dieser Woche auf dem Wittinger Marktplatz, nächste Woche an der Kirche in Ohrdorf, und am 30. Juni und 1. Juli am Knesebecker Wasserspielplatz. Im Gepäck: Spiele wie Shuffle-Board, Minigolf, Federball und vieles mehr. Besucher ab 8 Jahren sind willkommen. Eine Maske sollten sie nach wie vor dabei haben.

Der „Bulli“ ist einer von vielen Wegen, auf denen die Jugendförderung den Draht zu den Kindern und Jugendlichen hält. In Corona-Zeiten waren und sind vor allem die sozialen Medien ein wichtiges Forum, wie Viktoria Ruder, Leiterin der Jugendförderung, jetzt dem Wittinger Sozialausschuss erläuterte. Mit Instagram und Snapchat erreicht ihr Team die Kids, mit Facebook die Eltern.

Es gibt aber auch Präsenz-Angebote, nicht nur mit dem mobilen Treff. So hatte die Jugendförderung zum Mitmachen beim Renovieren der Treffs aufgerufen. In Knesebeck laufen die Arbeiten, in Wittingen sind sie abgeschlossen. Ruder, die seit einem Jahr im Amt ist, setzt zudem auf Kooperationen, etwa mit Schulen oder dem „Leuchtturm“ der Diakoniestation. Mit seinem Wunsch nach „Know-how-Austausch zwischen Alt und Jung“ lief Ausschussmitglied Thomas Knöfel (FWG) bei der Chefin der Jugendförderung offene Türen ein. Sie will die Netzwerkarbeit mit Vereinen, Verbänden und Kirchen erweitern, im zweiten Halbjahr soll der Discord-Server ausgebaut werden.

Digital und analog – diese Zweigleisigkeit der Wittinger Jugendarbeit wird sich manifestieren. Eine Website ist in Arbeit, das Sommerferienprogramm ebenso.

Ruder wies den Ausschuss auch darauf hin, dass nach wie vor die Suche nach neuen Jugendtreff-Räumen in Wittingen laufe – schließlich sei der aktuelle Standort mal als Zwischenlösung deklariert gewesen, nachdem 2009 der alte Jugendtreff an der Bürgermeister-Heins-Straße abgebrannt war. Auf die Frage von Stadtbürgermeister Andreas Ritter, ob die Zukunft auch in einem stationären Angebot liege, sagte Ruder, das sei durchaus so. Helene Rausch, Leiterin der Abteilung „Bildung und Generationen“, ergänzte, die Zahlen der jungen Besucher seien zwar tatsächlich etwas zurückgegangen – auch durch Ganztagsschulangebote – , doch eine Anlaufstelle für die Jugendlichen in Form eines Treffs werde auch künftig nötig sein: „Es gibt nachweisbar immer wieder Jugendliche, die jemanden brauchen, der für die da ist.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare