Jugendarbeit immer teuer

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Nachdem die Jugendarbeit auf die Gebietseinheiten übertragen wurde, sind im Kreis zwar flächendeckend Jugendzentren entstanden, aber auch die Personalkosten sind gestiegen. Hinzu kommt, dass immer mehr Jugendliche Probleme haben und präventive Angebote vorgehalten werden.

Landkreis Gifhorn. Rund1,2 Millionen Euro gibt der Landkreis Gifhorn jährlich für Personalkosten in der Jugendarbeit aus. Seit 1995 die Dezentralisierung der Jugendarbeit in Kraft getreten ist, ist der Eigenanteil der Kommunen drastisch angestiegen. Allein die Stadt Gifhorn bringt ein Drittel der Kosten selbst auf. Der Anteil des Landkreises an den Personalkosten ist in einer Vereinbarung festgesetzt (siehe Infokasten). Von Carola Peiser

„Diese Deckelung ist fest geregelt und daran wird sich auch nichts ändern“, weiß Kreisjugendreferentin Kathrin Rösel. Als die Dezentralisierung 1995 eingeführt wurde, habe das Geld noch in allen Kommunen ausgereicht, einzig die Stadt Wittingen schöpft den Zuschuss vom Landkreis nicht aus. „Dafür gibt es aber mittlerweile flächen deckend Jugendzentren“, nennt Rösel einen positiven Aspekt der Ausgliederung.

Dass die Kosten gestiegen sind, liege laut Rösel an neuen Rahmenbedingungen. Die Aufwendungen der Gebietseinheiten würden steigen, da die Zahl problembehafteter Jugendlicher zunimmt. Rösel nennt das Beispiel Alkohol, das eine Ausweitung des präventiven Angebotes nach sich ziehe. Weitere Aspekte seien die Ausweitung der Ganztagsschulen und die demographische Veränderungen.

Wie Rösel erläutert, sei es nun Ziel, eine Optimierung der Jugendarbeit durch effektiven und effizienten Einsatz vorhandener Ressourcen zu erreichen. „An der Höhe der Personalkostenzuschüsse seitens des Landkreises wird sich nichts ändern“, macht die Kreisreferentin deutlich. Viel mehr ginge es um die Bündelung bereits vorhandener Angebote, die Stärkung der Sozialraumorientierung sowie die Kooperation mit anderen Institutionen, insbesondere Schulen.

„Bereits im April des vergangenen Jahres fand eine Vorbesprechung mit den Hauptverwaltungsbeamten statt, in der Konzeptideen und die Gründung einer Arbeitsgruppe vorgestellt wurden. Es folgte eine Arbeitstagung mit Jugendpflegern und Einzelgespräche. In Arbeitsgruppen wird nun nach Lösungen gesucht.

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