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Jugendarbeit im Neuaufbau

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Von: Holger Boden

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Drei Jugendliche stecken in Bubble-Balls und spielen damit auf einer Wiese
Im Bubble-Ball auf Torejagd gehen – auch das gehörte schon zum Programm beim neuen Angebot der kirchlichen Jugendarbeit in Wittingen. © Privat

Wittingen – Kirchliche Jugendarbeit – das ist schon seit vielen Jahren kein leichtes Terrain, denn die Teilnehmerzahlen früherer Generationen gibt es in der Regel nicht mehr. Eine 24-Jährige will dem Ganzen nun in Wittingen neue Impulse verleihen: Myriam Pape bietet jeden Sonntag von 16 bis 18 Uhr im Stephanushaus den „offenen Jugendraum“ an.

Die Studentin kann sich selbst noch an Zeiten erinnern, als es gute Resonanz für solche kirchlichen Treffs für junge Menschen gab. Nach ihrer Konfirmation war sie in die Rolle einer Teamerin für den Konfirmandenunterricht hineingewachsen und gestaltete auch den Kindergottesdienst mit: „Damals gab es noch einen Jugendtreff, das war toll, da gab es viele Angebote. Das ist dann nach und nach eingebrochen.“

Pape ist auch seit einiger Zeit Teamerin für Freizeiten, die der Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen anbietet. Über die Idee eines offenen Jugendraumes für Wittingen hat sie mit Pastor Olaf Klein gesprochen – und die Kirchengemeinde hat dafür eigens eine neue 450-Euro-Stelle eingerichtet.

Das hilft der jungen Wittingerin bei der Finanzierung ihres Studiums, aber sie bringt ohnehin eine große Motivation mit, die kirchliche Jugendarbeit in ihrer Heimatstadt wieder neu aufzubauen: „Ich fühle mich Wittingen stark verbunden, es gibt hier eine schöne Gemeinschaft.“ Ihr Studium in Religionspädagogik und Sozialer Arbeit, das sie in Hannover absolviert, hat sie mit einem konkreten Berufswunsch verknüpft. „Ich möchte später Diakonin werden. Gemeindediakonin wäre toll.“ Zum Tätigkeitsbereich würde dann auch die Arbeit mit Jugendlichen gehören.

Ende Januar ging es los mit dem offenen Jugendraum. Zunächst „etwas holprig“, wie Pape sagt, was vor allem an Corona gelegen habe, was aber auch in der Natur der Sache liegt, denn das Ganze ist im Aufbau befindlich. Einen großen Pool an potenziellen Teilnehmern gebe es nunmal bislang nicht: „Den muss man sich erkämpfen.“ Zählen kann sie bisher auf einen festen Kern von ein paar Konfi-Teamern, und die, so die 24-Jährige, „sind begeistert“.

Die Inhalte am Sonntagnachmittag richten sich an den Wünschen derjenigen aus, die da sind: Spiele, Gespräche, ein offenes Ohr. Diesen Sonntag wurde Wikinger-Schach gespielt, generell geht es um einen erlebnisorientierten Ansatz. Alle zwei Monate soll es einen Aktionstag geben, mit einer gemeinsamen Fahrt oder Unternehmung. Auf Instagram macht Pape auf das Angebot aufmerksam (jugendraum_st. stephanus), und dort zeigt sie auch, was gelaufen ist.

Wer sich für die sonntäglichen Treffen interessiert, der kann Pape auch unter (0160) 6438886 kontaktieren. Am 15. Mai bleibt der Jugendraum allerdings zu, da hat sie Urlaub.

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