Ausgelassene Stimmung beim großen Wittinger Bockbierfest

Jubel, Trubel, Bockbierzeit

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Kosteten die ersten Gläser: Christian Schulz-Hausbrandt (v. l.), Karl Ridder und Axel Schulz-Hausbrandt.

Wittingen. „Wir wollen heute gepflegt die Hütte abreißen!“ Viel vorgenommen hatte sich die Münchner Zwietracht für das Wittinger Bockbierfest am Samstag. Das Abreißen schafften sie allerdings nicht, denn das Festzelt stand am Sonntag immer noch.

Dafür tobten fast 4000 Partygäste zu der Stimmungsmusik der oktoberfestfesten Bayern.

Die Stimmungsband Münchner Zwietracht rockte das Festzelt und heizte den rund 4000 Besuchern des Bockbierfestes mächtig ein.
Auch mit Panda-Maske schick. Die Herren der Münchener Zweitracht brachten auch im Cro-Stil Stimmung ins Festzelt.

So manches Möbel hielt dem Gewicht der feiernden Gäste bei der „Party des Jahres“ nicht stand. Aber „endlich wieder Bockbierzeit“ dröhnte es von der Bühne. Beim Gesang stimmten die Gäste kräftig mit ein: Da schwebte der größte Chor des Landkreises „völlig losgelöst“ zur nostalgischen Neuen Deutschen Welle, zu Partyhits und zur aktuellen Chartmusik, ruderte in den Gängen oder auf den Bänken.

Nach dem Fassanstich gab es einen großen Andrang auf das Bockbier.

Zu Beginn gab es traditionsgemäß den „Ridderschlag“. Einen Hieb mit dem Hammer hatte sich Stadtbürgermeister Karl Ridder, wieder schick mit einem Lederschurz gekleidet, vorgenommen, um den Zapfhahn in das erste Fass zu treiben. Der erfahrene Bieranstecher, der seit dem ersten Bockbierfest diese Aufgabe zu aller Zufriedenheit erfüllt, schaffte das auch, setzte aber vorsichtshalber einen kleinen Schlag nach. „Es soll ja nichts verloren gehen“, meinte er lachend. Pflichtgemäß und fürsorglich wies Wittinger-Chef Christian Schulz-Hausbrandt auf die acht Prozente hin, die das Bockbier heuer wieder hat. Bierkönigin Isabell Schulze, die bereits das dritte Jahr regiert, teilte fleißig die ersten gefüllten Krüge aus, nach denen sich die Gäste reckten, als gäbe es kein zweites Fass mehr.

Axel Schulz-Hausbrandt wurde das Bockbier geradezu aus den Händen gerissen.
Isabell Schulze (M.) regiert das dritte Jahr als Bierkönigin. Für die nächsten Jahre soll es eine Nachfolgerin geben. 

Die Bühne war gegenüber den Vorjahren niedriger. „Die Musiker sind näher am Publikum“, sagte Axel Schulz-Hausbrandt dazu. Und das hatte sich fein gemacht. Dirndl en masse, aber jedes ein wenig anders. Lederhosen und auch Röckchen aus dem derben Material waren zu sehen, die Emanzipation machte auch vor der Bekleidung nicht halt.

Prall gefüllt war das große Festzelt an der Celler Straße in Wittingen, denn am Samstagabend ging dort mächtig die Post ab.

Vollauf zufrieden waren die Chefs der Privatbrauerei. „Die Leute standen sofort zu Beginn um 20 Uhr auf den Bänken. Es war ein Riesenspaß“, sagte Axel Schulz-Hausbrandt. „Es ist schön, dass das so funktioniert und angenommen wird. Es freut uns, wenn sich die Arbeit gelohnt hat.“ Für die nächsten Jahre soll es dann eine neue Bierkönigin geben. Das Prozedere soll noch ausgearbeitet werden.

Von Burkhard Ohse

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