Noch kein neues Domizil für wöchentliche Anlaufstelle

Jobcenter-Beratung fehlt Wittingen

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Wer aus dem Nordkreis einen Jobcenter-Berater aufsuchen will, muss derzeit nach Gifhorn.

Wittingen – „Jobcenter sind Einrichtungen, die Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) betreuen“ – das ist die Definition der Jobcenter auf der Homepage der Agentur für Arbeit. Die Zielgruppe ist aufgrund ihrer finanziellen Situation naturgemäß häufig nicht besonders mobil.

Doch eine Anlaufstelle im Nordkreis fehlt seit Anfang Dezember.

Denn zum 1. Dezember wurde die Außenstelle des Gifhorner Jobcenters im Wittinger Rathaus geschlossen. Auf IK-Nachfrage sagt Stadtbürgermeister Karl Ridder, dass die Stadtverwaltung für die Räumlichkeiten, die das Jobcenter seit 2005 einmal wöchentlich genutzt hat, Eigenbedarf geltend gemacht habe.

Seitdem müssen die Jobcenter-Kunden aus dem Nordkreis sich auf den Weg nach Gifhorn machen, wenn sie Anliegen vortragen oder Unterlagen abgeben wollen. Für manchen Betroffenen ist das eine hohe Hürde, wie Frank Breust vom Diakonischen Werk weiß: „Das ist für die Leute der Hammer.“ Breust ist für Hartz-IV-Bezieher mitunter Ansprechpartner in anderen Fragen.

Vom Jobcenter Gifhorn heißt es, man suche nach wie vor nach einem neuen Büro in Wittingen, um das bisherige Leistungsangebot mit zwei Ansprechpartnern auch künftig wieder zu gewährleisten. Geschäftsführer Andreas Standop sagt auf IK-Anfrage, es gebe Überlegungen, mit anderen Beratungsstellen eine gemeinsame Lösung zu finden, noch sei aber nichts amtlich. Ein eigenes Ladenlokal nur für einen Sprechtag pro Woche anzumieten, sei nicht wirtschaftlich, man wolle eher „irgendwo unters Dach schlüpfen“.

Anlaufstelle für persönliche Beratung bleibt also vorerst das Jobcenter im Ribbesbütteler Weg in Gifhorn. Telefonische Beratung gibt es zwischen 8 und 18 Uhr unter (05371) 5940.

VON HOLGER BODEN

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