Frühling hält im Isenhagener Land Einzug: Bauern bestellen ihre Felder / Allergiker haben Nase voll

Jetzt geht’s in den Garten!

Wenn denn der Frühling endlich kommt, und da bin ich optimistisch, dann gehe ich in den Garten – da gibt es immer etwas zu tun.

Isenhagener Land. Endlich Frühling! Lange haben Mensch und Tier auf sonnige und wärmere Tage gewartet. Die Wettervorhersage für dieses Wochenende lässt die Menschen im Isenhagener Land nun hoffen und Pläne für den Frühlingsbeginn schmieden.

Das IK hörte sich gestern um, was als Erstes auf der Agenda steht (siehe oben).

Viele Einwohner wollen die steigenden Temperaturen nutzen, um sich ihren Gärten zu widmen, denn dort hat sich viel an Arbeit vom Winter angesammelt. Blumen einpflanzen, Beete harken und Bäume zurückschneiden – es gibt einiges zu tun.

Auch die Bauern können jetzt aufatmen. „Die Frühjahrsbestellung ist das Wichtigste – also Kartoffeln anpflanzen, Sommergerste, Hafer und Zuckerrüben säen“, erklärt Klaus-Dieter Böse, Geschäftsführer des Kreis-Landvolks in Gifhorn. Dazu müssen jetzt zunächst die Böden vorbereitet werden. Zudem muss Grünland gepflegt werden: „Ein Feld mit vielen Maulwurfshügeln muss geglättet werden.“ Eine wichtige Rolle spielt der Regen, denn „den brauchen wir dringend. Durch die lange Winterperiode sind die Böden sehr ausgetrocknet“, so Böse. Ob der hartnäckige Winter starke Schäden verursacht hat, lasse sich noch nicht sagen: „Jetzt warten wir die Frühlingsentwicklung ab. Dann kann ein möglicher Schaden festgestellt werden.“

Mit der Wärme kommt auch die Zeit des Pollenfluges. Der Frühling bringt für Allergiker lästige Begleiterscheinungen mit sich. Schnell haben diese also die Nase voll vom Lenz. Kaum setzen die milden Temperaturen ein, beginnen auch Pflanzen und Bäume wie Erle, Haselnuss, Ulme und Birke zu blühen und ihre Pollen zu streuen. Ihnen folgen Eiche, Pappel und Hainbuche, die ihre Hauptblüte im April haben.

In diesen Tagen lauern allerdings noch weitere Gefahren. „Auch die Tiere mögen das schöne Wetter. Das Wild muss nicht mehr frieren, wird aktiver, bewegt sich mehr und legt vor allem auch längere Strecken für die Nahrungssuche zurück“, erklärt der Pressesprecher der Jägerschaft Gifhorn Thomas Reuter. Die Konsequenz: „Es gibt mehr Wildunfälle zu verzeichnen“, weiß Reuter auch aus seiner Funktion als Pressesprecher der Polizei Gifhorn.

In der Regel werden die Tiere vier Wochen nach der Umstellung auf die Sommerzeit aktiver. „Menschen und Tiere rechnen wegen der Helligkeit nicht unbedingt miteinander. Wildtiere und Autofahrer sind voneinander überrascht, so dass es zu Kollisionen kommt. Ab Mai pendelt es sich wieder ein, dann haben sich Mensch und Tier daran gewöhnt, sich anzutreffen“, schmunzelt Reuter.

Von Maike Scholz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare