Marodes Kinderbecken im Knesebecker Strandbad soll schnell repariert werden

Jetzt ist das Becken ganz hin

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Da gehen die Daumen runter: Bei den Kids kommt das marode Kinderbecken im Knesebecker Strandbad überhaupt nicht gut an. Die Reaktionen ihrer Eltern reichen von Traurigkeit bis hin zu Enttäuschung. „Viele kommen deswegen nicht mehr“, sagt eine Mutter.

Knesebeck. Die Sonne brennt und brennt – und die Eltern junger Kinder in Knesebeck sind nicht vergnügt: Das schon länger als marode geltende Kinderbecken ist jetzt ganz gesperrt. Die Stadtverwaltung arbeitet an einer Lösung.

„Das Becken kann nicht nur nicht genutzt werden – es sieht auch schrecklich aus“, schreibt eine Mutter an das IK. Die Situation: Wasser – offenbar von nahen Badesee – drückt unterirdisch durch die Wand ins Becken, Kacheln brechen von der Beckenwand. „Wir bleiben mit unseren Kindern lieber im Planschbecken zu Hause, fahren nach Wittingen oder gehen gemeinsam mit den Kindern in den See, weil man sie dort ja als Nichtschwimmer nicht allein lassen kann“, schreibt eine andere Mutter, die nicht genannt werden möchte.

Im Wittinger Rathaus ist das Problem bekannt, gerade gestern wurde es dort diskutiert. Seit Donnerstagabend, so Stadtbürgermeister Karl Ridder, sei eine technische Möglichkeit gefunden, der Situation Herr zu werden. Der Rathauschef hofft, dass die Sache in den nächsten Tagen nun tatsächlich schnell erledigt werden kann.

Dabei wird es wohl um eine eher provisorische Reparatur gehen, die für die Saison hält. Denn die ganz große Erneuerung des alten Beckens wird in Politik und Verwaltung keine Befürworter finden, weil bereits die Weichen für einen Beckenneubau gestellt sind (das IK berichtete). „Das Ding soll ja ganz weg“, bestätigt Ortsbürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt. Bis 2019 dürfte es allerdings mit dem Neubau mindestens noch dauern, Haushaltsmittel vorausgesetzt.

Kritik von Elternseite kommt auch an der Tatsache, dass die Schwimminsel im Badeteich am Ufer dümpelt. Kabrodt, der auch dem Strandbad-Förderverein vorsteht, sagt dazu, eine Lösung sei auch hier in Arbeit: Die verzinkte Kette, die die Schwimminsel hielt, sei bei einem Sturm gerissen, das habe man erst Ende März bemerkt. Der Förderverein habe nun eine neue Kette aus Edelstahl bestellt. Diese werde recht kurzfristig erwartet und werde dann vom Verein installiert.

Von Holger Boden

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