Wittinger Städtepartnerschaft wird bei Besuch Anfang Oktober gefeiert

20 Jahre mit Koknese

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Auch das gehört zur 20-jährigen Geschichte der Partnerschaft von Wittingen und Koknese: lettische Folklore auf der Wittinger Sommerfest-Bühne.

Wittingen. Seit 20 Jahren besteht in diesem Jahr die offizielle Partnerschaft zwischen der Stadt Wittingen und dem lettischen Koknese. Das wird mit einem Besuch der lettischen Freunde gefeiert, der Anfang Oktober auch viel öffentliche Aufmerksamkeit bekommen soll.

Die Besucher werden vom 30. September bis 4. Oktober in Wittingen sein. Laut Stadtbürgermeister Karl Ridder werden rund 45 Personen erwartet. Die Partnerschaft ist im Rathaus Chefsache, Ridder organisiert in diesen Tagen die Unterbringung bei privaten Gastgebern. Das Programm für die Besuchstage befindet sich gerade noch in der Abstimmung, einige Eckpfeiler stehen aber schon.

So werden die Letten beim Oktoberfest in Hagen-Mahnburg mitfeiern, das am 1. Oktober über die Bühne geht. In ihren Reihen reist ein Chor von Jugendlichen mit – und der will nach Ridders Angaben am 3. Oktober ein Konzert in der Stadthalle geben. Diese öffentliche Veranstaltung beginnt voraussichtlich um 19 Uhr. Auf dem Heimweg wollen die lettischen Gäste dann in Berlin Station machen, begleitet von einer Wittinger Delegation: Mit dem Büro des Bundestagabgeordneten Hubertus Heil (SPD) sei schon ein Besuch im Reichstag abgestimmt, berichtet Ridder. Die Kokneser freuen sich zudem darauf, die Innenstadt der deutschen Metropole zu erkunden.

Zum 20-jährigen bestehen der Städtepartnerschaft wird eine hochkarätig besetzte Delegation anreisen: Der Kokneser Bürgermeister Dainis Vingris wird ebenso erwartet wie weitere Ratsmitglieder und ein Schuldirektor. Die Letten waren zuletzt 2014 zu Besuch in der Brauereistadt. Einen Wittinger Gegenbesuch auf kleinerer Ebene gab es vor einigen Wochen, als eine Fünfer-Gruppe nach Koknese reiste. Ridder selbst war da aus gesundheitlichen Gründen verhindert.

Die Verbindung beider Städte rührt aus der ersten Hälfte der 90er Jahre her: „Der Anfang der Freundschaft zwischen Koknese und Wittingen ist im Jahr 1993 zu finden, als Siegfried Eschert (1930–2006) nach Koknese kam, um das Haus seines Großvaters ‘Vaidelotes’ als Erbe zu übernehmen“, heißt es in einer Festschrift zum zehnjährigen Bestehen aus dem Jahr 2006. Erste Gespräche über eine Partnerschaft (der Vorschlag kam aus Koknese) wurden 1994 geführt – dafür reiste eine Delegation aus Lettland an, zu der unter anderem der langjährige Bürgermeister Viesturs Cirulis gehörte. Auf Wittinger Seite war der damalige Stadtdirektor Johannes Plumeyer unter den treibenden Kräften, die die Verbindung förderten.

Von Holger Boden

 

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