Wittinger Verkehrsausschuss debattiert / „Uns reicht zum Stöckener Bahnhof ein Fußweg“

20 Jahre Diskussion um einen Weg

Der Stöckener Manfred Dobberstein kämpft seit Jahren um einen Gehweg in Richtung Bahnhof. Es existiert eine gefährliche Situation für die Kinder. Foto: Lange
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Der Stöckener Manfred Dobberstein kämpft seit Jahren um einen Gehweg in Richtung Bahnhof. Es existiert eine gefährliche Situation für die Kinder.

Wittingen/Stöcken. Seit rund 20 Jahren wird schon über einen Rad-/Fußweg von Stöcken in Richtung Stöckener Bahnhof diskutiert. Es geht um rund 220 Meter, die bisher einfach nicht gebaut wurden.

Das Thema stand erneut auf der Tagesordnung des Ausschusses für Verkehr, Landwirtschaft und Straßenbau in Wittingen am Montagabend im Rathaus.

Wie der Bauamtsleiter Sascha Liwke informierte, sei die Stadt seit 2016 am Vorhaben dran. Doch die Planungen für einen kombinierten Geh- und Radweg gestalten sich sehr schwierig. Da sind zum einen die viel zu hohen Forderungen eines Landbesitzers und zum anderen sind noch viele technische Fragen zu klären – wie Entwässerung, Abstände oder Versickerungsflächen. Laut Liwke wird jetzt versucht, das Bauvorhaben nur auf niedersächsischem Grund abzuwickeln. Doch auch da gibt es wieder einige Hürden und viele Abstimmungen mit Fachbehörden. „Die Rahmenbedingungen werden nicht einfacher. Wir sind dran, doch es dauert“, sagte der Bauamtsleiter und bat um mehr Geduld.

Der Stöckener Manfred Dobberstein, der direkt an der Straße wohnt, schilderte die Situation als besonders gefährlich. „Die Kinder gehen direkt an der Straße und haben einen regelrechten Trampelpfad hinterlassen. Das ist haarsträubend und sehr gefährlich. Uns reicht zum Stöckener Bahnhof ein Fußweg“, sagte er und mahnte zur Eile. Bei einem Fußweg (Breite 1,10 Meter) müsste seiner Meinung nach auch kein Land dazugekauft werden.

Der Wittinger Ausschuss votierte schließlich dafür, dass die Verwaltung weiter am Ball bleiben möge und außerdem bei den künftigen Planungen auch ein reiner Fußweg in Betracht gezogen werden soll.

Von Rüdiger Lange

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