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Infos, Ehrungen und ein Abschied

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Von: Burkhard Ohse

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Ortsbürgermeister Henning Lütkemüller begrüßt die Vorhoper Bürger in einem vollbesetzten Dörphus.
Ein vollbesetztes Dörphus gab es am Samstag bei der Vorhoper Abrechnungsversammlung. © Burkhard Ohse

Vorhop – Drei Jahre Corona, das bedeutete auch: keine Abrechnungsversammlungen in Vorhop. Aber am Samstag war das Dörphus so voll, dass es den zeitlichen Rahmen gesprengt hätte, wenn sich alle, die erstmals dabei waren, vorgestellt hätten, sagte Ortsbürgermeister Henning Lütkemüller. Denn die Tagesordnung war ebenfalls lang, und es gab etliche Ehrungen und eine Verabschiedung.

Pastorin Christina vom Brocke geht in den Ruhestand und wird im März verabschiedet, und sie blickte wie auch Lütkemüller zurück auf die vergangene Zeit, seit sie 1998 die Pfarrstelle in Knesebeck, zu der Vorhop und Transvaal gehören, übernommen hatte. „Damals kam eine junge, hübsche Pastorin an, voller Energie und Veränderungsdrang“, erinnerte Lütkemüller. Sie liebte Kinder und die Musik und wollte Veränderungen. Aber es blieben auch der klassische Gottesdienst und die Bibelstunde.

Neu waren die Taufen im Strandbad, Pfarrgartengottesdienste, Konzerte in der Kirche. „Sie veranstaltete viel mit den Kindern, dachte aber an alle Generationen. Sie legte einen tollen Spagat hin“, sagte der Ortsbürgermeister. Vom Brocke berichtete, dass es seit dem 1. Januar den pfarramtlichen Verbund in der Region Nord mit Wittingen, Knesebeck, Darrigsdorf und Radenbeck/Zasenbeck gibt. Die Kirchengemeinden blieben bestehen. Demnächst drei statt bisher vier Pastoren werden die Arbeitsfelder überdenken und zeitgemäß arrangieren. Weiterhin bleibt das Pfarrbüro Knesebeck der Ansprechpartner für die Vorhoper. „Und die Kirche lebt vom Mitmachen“, rief vom Brocke zum Engagement auf. Denn am Samstag wurden auch die Kindergottesdienstmitarbeiter Tanja Meyer und Esther Kasten-Lütkemüller verabschiedet.

Sorgen machte Lütkemüller seine „neue Freundin“. Gemeint war die Heizungsanlage im Dörphus. mit der er im wahrsten Sinne nicht immer warm wird. Die Anlage wird zeitnah erneuert, auf Kosten der Stadt. Die übernimmt auch die Kosten für nötige Dachreparaturen.

Zudem will der Ortsrat mit der Stadt vereinbaren, dass alle Reparaturen, die 500 Euro überschreiten, von der Stadt bezahlt werden. „Das können wir uns nicht leisten. Das Dörphus soll für unsere Vereine sein“, sage Lütkemüller. Und die will man nicht schröpfen. Auch eine neue Fluchttreppe soll gebaut werden, „nach vorne raus“.

Mit Mobilfunk und Glasfaserausbau sei man auf einem guten Weg, so Lütkemüller, aber es fehle Bauland. Das Ehrenmal soll schöner gestaltet werden, der Glockenturm saniert und der Friedhof schön und pflegeleicht eingerichtet werden.

Am Ende gab es Essen, organisiert von Christoph Lemberger, der seit einiger Zeit Pächter des Dörphus ist, und anschließend Tanz zur Musik von Friedhelm und Martina. Lemberger hatte sich in der Versammlung vorgestellt. Und er hat sich bisher bewährt, so dass die Zusammenarbeit zunächst drei Jahre weitergehen soll, sagte der Ortsbürgermeister.

Geplant sind dieses Jahr, das Dörphus zu entrümpeln, Laubharken und eine Whatsapp-Gruppe für den Ort. Geehrt wurden Meyer und Kasten-Lütkemüller (Kindergottesdienst), Wilhelm Schulze (Glockenläuten), Hans-Werner Kasten, Karl-Heinz Sandau (Schaubeauftragte), Gertrud Marks (Weihnachtsbaumspenderin) und die zwölf „Saubermänner“.

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