Auch bei Hitze unterwegs

Radfahrer erkunden bei IK-Stempelaktion das Isenhagener Land

Sonja Dreyer (links) stempelte auf ihrem Oerreler Erlebnishof
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Die IK-Stempelaktion im Isenhagener Land: Sonja Dreyer (links) stempelte auf ihrem Oerreler Erlebnishof für Familie Mann.

Isenhagener Land – Seit Freitag (18. Juni) gibt es mehrere Belohnungen, wenn man fleißig in die Pedale tritt. Die schöne Landschaft im Nordkreis, das norddeutsche Sommerwetter, Bewegung und der ökologische Aspekt gehören standardmäßig für alle Fahrradfreunde dazu. Mit der IK-Aktion „Komm, bIKe mit“ haben die Pedalritter noch bis zum kommenden Sonntag (27. Juni) die Möglichkeit, an 21 Stationen zwischen Sprakensehl und dem Stüder Bernsteinsee fleißig Stempelabdrücke zu sammeln.

Bei mindestens zehn Stempeln im Stempelheft besteht die Möglichkeit, einen Warengutschein oder eine von 20 Kisten Wittinger Radler alkoholfrei zu gewinnen. Die Anfänge wurden am Wochenende gemacht. Familie Mann radelte von Wittingen bis nach Oerrel zum Erlebnishof Dreyer, um dort erstmals stempeln zu lassen. Stolze 15 Kilometer lagen da hinter Vater, Mutter und zweien der drei Söhne. „Das Fahrrad unseres ältesten Sohns ist leider derzeit kaputt, daher konnte er nicht mitkommen“, bedauerte Jacqueline Mann. Der jüngste Spross saß im Anhänger, 15 Kilometer wären zu viel gewesen, und es ging ja noch weiter.

Erlebnisse an der Station

Wer am Erlebnishof ankam, konnte klingeln, Sonja Dreyer, die auf dem Hof ein Café eröffnet hat und Ferienwohnungen anbietet, kam zur Stempelstelle und stempelte gerne, wenn es auch am Wochenende noch nicht übermäßig viel war. Die Hitzewelle am Samstag lockte wohl viele Menschen in die Bäder oder kühle Räume, doch am Sonntag wehte immerhin ein bisschen Wind, freute sich Sebastian Mann.

Beim Erlebnishof gab es noch einen weiteren Grund, dort Station zu machen. Kaffee oder – wie bei der Familie Mann begehrt – Speiseeis lockte. Dazu gab es zwei Esel und einige artige Hunde, die sich auf jeden Gast freuten. Sonja Dreyer fand die Idee zu der Aktion „richtig gut“: „Teilweise kennt man uns schon vom Weihnachtsbaumverkauf. Ich kann mich mit der Aktion sehr gut identifizieren, weil sich selber gerne Fahrrad fahre.“ Für ihr Café und die Ferienwohnungen sei es ebenfalls gut, denn damit erreiche sie auch das Publikum, das sie ansprechen möchte.

Das Isenhagener Land bot den Radlern am Wochenende sommerliches Grün, duftende Lavendelfelder und geschmückte Straßen, wie etwa in Hankensbüttel, wo die grün-weißen Schützenfestwimpel über den Straßen hingen. Zu vielen Stempelstellen führen befestigte Fahrradwege, und mit etwas Glück lagen die auch im Schatten. Mitunter, etwa von Steinhorst nach Groß Oesingen, fehlen Radwege, aber Autos waren am Wochenende eher selten unterwegs.

Stempel per Selbstbedienung

Das Kloster Isenhagen, das auch an der Aktion teilnimmt, hatte beim Reporterbesuch keine Präsenz-Stemplerin vor Ort. Stattdessen steht, sehr gut und vielfach ausgeschildert, ein Postkästchen am Tor in der Domänenstraße, bei dem man den Stempel selber setzen kann. Die ersten Radfahrer waren schon vor Freitag da, berichtete Äbtissin Susanne Jäger.

Geöffnet hatte auch das Wittinger Hotel Nöhre. Chefin Edit Margowski stempelte nebenbei mindestens sechs Karten, unter anderem auch eine für eine Radfahrerin, die mit ihrem Kind vorbeikam. „Wir haben viele Stellen, die man hier in Wittingen anfahren kann“, sagte Margowski. Wenn auch nicht alle sonntags geöffnet haben, so gibt es doch bis Sonntag noch weitere Wochentage, um einen „kleinen Urlaub“ bei einer Fahrt zu genießen. Margowski fand die Aktion jedenfalls „toll“, ebenso wie die Gäste, die vorbeikamen. Die, so berichtete sie, freuten sich über die Gelegenheit, den Landkreis auf diese Art kennenzulernen.

„Gut für die Gaststätten“

Die Chefin des Hotels Nöhre führte auch eine Strichliste über ihre Stempelungen. „Ich will für mich wissen, wie viele Leute vorbeikommen“, schmunzelte sie. „Auch für Gaststätten und Hotels ist die Aktion gut, denn nach der langen Corona-Zeit merken die Leute dann, dass wir wieder geöffnet haben.“

Margowski begrüßte auch Fahrradfahrer aus Steinhorst. Und die konnten auch in ihrem Heimatort stempeln. Denn da ist das Schulmuseum eine der Stationen. Agnieszka Knigge-Tomasik hatte dazu im Museums-Café noch Gäste zu bewirten. Nicht jeder kam mit dem Rad oder wegen der Aktion, andere Gäste genossen ebenfalls das schöne Wetter. Ab nächsten Freitag hat das Schulmuseums-Cafe dann wieder geöffnet.

(Von Burkhard Ohse)

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