Abschluss nach intensiver Entwicklung

IGS Wittingen: Pilotjahrgang sagt Adieu

Romina Hobel (v.l.), Lena Feest, Schulleiter Thorben Rutsch, die didaktische Leiterin Heike Hartmann und Jahrgangsleiter Malte Voigt von der IGS Wittingen.
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Zogen nach sechs Schuljahren Bilanz: Romina Hobel (v.l.), Lena Feest, Schulleiter Thorben Rutsch, die didaktische Leiterin Heike Hartmann und Jahrgangsleiter Malte Voigt von der IGS Wittingen.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Wittingen – An diesem Freitag, 2. Juli, ist der große Tag: An der IGS Wittingen ist die Entlassungsfeier. Unter anderem auch für den Jahrgang 10, dessen Schüler somit als Erste die Schule abschließen. Sechs Jahre nach dem Start des Pilotjahrganges ist es an der Zeit für eine Bilanz.

„Es ist viel passiert. Aber wir haben es geschafft, es zu meistern“, sagt Abschlussschülerin Lena Feest. Gerade beim Pilotjahrgang wurde noch viel experimentiert und ausprobiert, Feest erinnert etwa an das Notensystem. Ihre Mitschülerin Romina Hobel hebt hervor, dass man stets als Jahrgang agiert habe, es habe kein Klassendenken vorgeherrscht. Die gemeinsame, fünftägige Fahrt an die Ostsee habe das Zusammengehörigkeitsgefühl als Jahrgang noch einmal besonders gestärkt. Corona-bedingt muss am Freitag allerdings mit großem Bedauern klassenweise gefeiert werden.

Beide Schülerinnen haben ihre Entscheidung für den IGS-Besuch nie bereut. Sie schätzen die Atmosphäre untereinander und mit den Lehrern. „Wir haben uns alle weiterentwickelt“, sagt Hobel beim Blick zurück. Die Kurse seien ihr entgegengekommen, sie sei gefördert worden. Den Schülerinnen ist klar, wie viel Arbeit dahinter steckt – gerade durch den Ansatz der Schule, den größtmöglichen Erfolg für jeden einzelnen Schüler herauszuholen, indem Stärken aus- und Schwächen abgebaut werden.

Schulleiter Thorben Rutsch spricht denn auch von einer „Entwicklungszeit“. Diese ist für alle Beteiligten mit Emotionen verbunden, die Verabschiedung am Freitag, 2. Juli, wird nicht leicht werden – auch wenn der Kontakt über die Schulzeit hinaus gehalten werden soll. „Es war ein gemeinsamer Weg, wir kennen uns und es gibt viele Verbindungen“, sagt die didaktische Leiterin Heike Hartmann über die Zeit mit den Schülern.

Man sei froh, dass der Jahrgang es so gut gemeistert habe, sagt Jahrgangsleiter Malte Voigt – trotz aller Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Er sei zuversichtlich, dass die Schüler ihren Weg gehen. Beim Start vor sechs Jahren war er bereits dabei gewesen. Unzählige Stunden an Diskussionen mit Lehrern und Schülern habe die stetige Auseinandersetzung und Weiterentwicklung des Konzeptes erfordert. Insbesondere die Anpassungen beim Kurssystem seien eine hochkomplexe Arbeit gewesen. „Es ist schon gut, wo wir heute stehen. Wir haben eine gute Schule aus dem Boden gestampft“, sagt Voigt zum Status der IGS. Man wolle sich weiterhin verbessern und viel ausprobieren. Dabei werde man auch die Digitalisierung im Blick behalten und insgesamt ständig evaluieren, sagt Rutsch. Die Schule sei auf einem guten Weg, auf die Entwicklung der Schüler ist man sehr stolz.

Es sei eine „dichte Begleitung“ der Schüler gewesen, sagte Hartmann. Persönlichkeitsentwicklung sei gefragt gewesen, mit den Familien sei man eng verbunden. Das System mit Tutoren, Jahrgangsleiter und Fachlehrern habe dabei zusammengewirkt. „Wir verstehen uns hinter dem Kind als Team.“ Dafür müsse man viel Hoffnung und Vertrauen haben.

Am Freitag, 2. Juli, soll es trotz der Gesamtumstände und unter Einhaltung der gültigen Regeln eine besondere Feier werden – mit Anzügen bei den Schülern und Ballkleidern bei den Schülerinnen. „Das haben sich die Schüler durch ihre Leistungen verdient“, sagt Rutsch.

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