Mensa soll nach den Sommerferien eröffnen / Einige Klassen stehen noch vor Umzügen

IGS-Umbau liegt im Zeitplan

So soll die fertige Mensa einmal aussehen. Entwurf: Planungsteam III
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So soll die fertige Mensa einmal aussehen. Entwurf: Planungsteam III
  • Holger Boden
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Wittingen. Es war ein Zweijahres-Projekt – und so, wie es derzeit aussieht, bleibt es auch eines: Der Landkreis Gifhorn liegt bei Sanierung und Umbau der Wittinger IGS im Zeitplan.

Das sagt die Ingenieurin Annette Witte, die das 3,7-Millionen-Euro-Projekt für die Kreisverwaltung betreut.

So wird momentan davon ausgegangen, dass die neue Mensa – ein Kernprojekt des Umbaus – bis zum August fertiggestellt wird, und dass die Schüler dort ab dem neuen Schuljahr ihr Mittagessen einnehmen können. Allerdings: Ein paar Überraschungen und Verzögerungen haben die Arbeiten bisher schon mit sich gebracht. „Wir hatten einen zeitlichen Puffer“, sagt Witte, „der ist nun aufgebraucht.“

Die Architekten René Gausmann (l.) und Steffen Dölger (r.) vom „Planungsteam III“ begutachten zusammen mit Schulleiter Stefan Krauß und der zuständigen Ingenieurin des Landkreises, Annette Witte, die weiteren Planungen für den Umbau der Wittinger IGS.

Begonnen hatten die Baumaßnahmen Ende Juni in der Rammestraße. Das dortige Schulgebäude wird von der IGS inzwischen genutzt, bei der Geruchsproblematik auf den Toiletten soll durch bessere Belüftung noch nachgebessert werden. Die Sporthalle an der Rammestraße war nicht Teil des Gesamtkonzepts und ist derzeit nicht für den Sportunterricht nutzbar – was aber laut Schulleiter Stefan Krauß angesichts der zwei großen Hallen an der Spittastraße auch nicht nötig ist.

Der alte Verwaltungstrakt der einstigen Real- und späteren Oberschule präsentiert sich zurzeit völlig entkernt. Die Arbeiten für die Mensa, die in diesem Bereich des Schulkomplexes an der Spittastraße entstehen soll, laufen auf Hochtouren. Deutlich erkennbar: Die Fenster der Mensa werden bis zum Boden reichen, der Saal mit seinen 270 Plätzen soll viel Licht abbekommen.

Der bislang fensterlose Bereich im Zentrum des Gebäudes wird mit Durchbrüchen an die Mensa angedockt und soll als „Lounge“ für die Schüler dienen, die mit dem Essen schon fertig oder noch nicht an der Reihe sind. Wenn die IGS einmal bis auf sechs Jahrgänge angewachsen ist, dann wird sie bis zu 720 Schüler haben. Der Gang zum Mittagessen wird daher laut Krauß in drei Schichten erfolgen.

Bis zum Sommer wird laut Witte auch der sogenannte B-Trakt saniert, der zurzeit Klassen der Oberschule beherbergt. Dabei geht es im Wesentlichen um Brandschutz, Elektrik und Netzwerktechnik. Die Klassen ziehen in Kürze in den K-Trakt um, der über dem Mensa-Bereich liegt, und dessen Sanierung in diesen Tagen abgeschlossen werden soll. Hier gab es dieselben Sanierungsschwerpunkte wie im B-Trakt.

Ende Mai sollen die Klassen aus dem A-Trakt in den dann – so der Plan – fertigen B-Trakt ziehen. Der C-Trakt kommt in den Sommerferien an die Reihe. Die neuen Fünftklässler sollen nach den Sommerferien Teile des ABC-Traktes belegen.

„Das ist alles schon recht sportlich“, sagt IGS-Leiter Krauß, und sein Kollege von der Oberschule, Georg Ebener, sieht es ähnlich. Schließlich gehe bei allen Bauarbeiten und Rochaden der Unterricht weiter. Man werde das aber schon hinbekommen, so der Tenor der beiden Schulleiter.

Nach den Sommerferien 2018 soll alles fertig sein, auch wenn der Zeitpuffer jetzt weg ist. Und wie sieht es mit dem Geld aus? Laut Witte bewegt man sich derzeit im Kostenrahmen. Die Abbrucharbeiten seien zwar teurer geworden als geplant, das habe man aber mit günstigen Ergebnissen bei anderen Ausschreibungen wieder kompensieren können.

Von Holger Boden

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