Kein Eingriff bei erneutem Abrutschen der Anmeldezahlen

Schulbehörde zur IGS: Start bleibt gesichert

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Ab September nimmt die IGS Wittingen im Gebäude der Oberschule ihren Betrieb auf.

Landkreis Gifhorn/Wittingen. Die Landesschulbehörde in Lüneburg wird den Start der neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) in Wittingen im September auch dann nicht ausbremsen, falls von den 74 angemeldeten Kindern noch mehrere abspringen sollten.

Dann nämlich würden die Anmeldezahlen unter das gesetzliche Quorum von 72 Schülern rutschen. Die Einrichtung einer neuen – nur dreizügigen – Gesamtschule für den Nordkreis ist laut Landesschulbehörde bewusst nur als Ausnahme vorgesehen. „Wir haben die Schule genehmigt. Sie wird zum neuen Schuljahr an den Start gehen“, stellt Bianca Schöneich, Sprecherin der Landesschulbehörde fest. Zudem sei es der Erfahrung nach unüblich, dass Kinder in nennenswerter Zahl vor Schuljahresbeginn wieder abgemeldet würden, so Schöneich.

Die Genehmigung sei auch auf Grundlage der vom Schulträger (Landkreis Gifhorn) vorgelegten Schülerprognosen erfolgt. In einer im Vorfeld vom Landkreis durchgezogenen Umfrage kalkulierte man im Gifhorner Schloss mit bis zu 120 Anmeldungen zum Start.

Blieben die Anmeldezahlen dauerhaft niedrig, müsse der Schulträger über die weitere Zukunft der IGS Wittingen entscheiden, erklärt Schöneich.

Auch Telse Dirksmeyer-Vielhauer (CDU) sieht aktuell keinen Handlungsbedarf. Die Vorsitzende des Kreis-Schulausschusses sagt: „Wenn Eltern sehen, dass eine Schule erst einmal erfolgreich angelaufen ist, wird der Zulauf auch größer.“ Gleichwohl werde ihre Fraktion die Entwicklung der neuen IGS genau beobachten. Man müsse sicher eine zweite Anmelderunde ins Land gehen lassen, ehe die Politik reagieren sollte, so die Kreistagsabgeordnete. Eine Steuerungsmöglichkeit wäre eine Änderung der Schuleinzugsbereiche. Die Gesamtschule in Gifhorn könne locker einen fünften Zug einrichten. Die Schule musste etliche Schüler abweisen.

Von Jens Schopp

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