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Ideen für Wittingen erwünscht

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Von: Holger Boden

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Ein Café am Junkerhof? Ein Wasserspielplatz? Neue Sport- und Freizeitmöglichkeiten? Der Entwurf skizziert Ideen zur Aufwertung des Junkerparks.
Ein Café am Junkerhof? Ein Wasserspielplatz? Neue Sport- und Freizeitmöglichkeiten? Der Entwurf skizziert Ideen zur Aufwertung des Junkerparks. © Grafik: bb22 architekten und stadtplaner / stadt+handel

Wittingen – 1,3 Millionen Euro sollen 2021 für die Städtebauförderung im Haushalt der Stadt Wittingen stehen, weitere Millionen sollen in den nächsten Jahren folgen.

Bei dem auf zehn Jahre angelegten Programm dürfen die Bürger mitreden, derzeit läuft eine Online-Beteiligung zum Rahmenplan. Zur Gestaltungssatzung soll im Dezember oder Januar ebenfalls ein Beteiligungsverfahren starten.

Rahmenplan, Gestaltungssatzung – was steckt eigentlich dahinter? Das IK erläutert die Unterschiede.

• Der Rahmenplan: „Das sollte eigentlich jeden angehen, egal aus welchem Ortsteil“, meint Sabrina Puskeiler, im Rathaus Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung. Denn beim Rahmenplan geht es um die konkrete Gestaltung des öffentlichen Raumes in der Innenstadt, und das berührt Fragen der Optik ebenso wie die Verkehrsführung oder den Naherholungswert rund um das Zentrum des Hauptortes der Stadt. Was nun zur Diskussion gestellt wird, sind die Entwürfe, die das Ergebnis einer ersten Beteiligungsrunde sind.

Mehr Radwege? Mehr Schutz für Fußgänger? Oder mehr Raum für Autos? Oder soll der Status quo beibehalten werden? Um solche und andere Aspekte geht es bei der künftigen Gestaltung von Marktplatz und Junkerstraße, die beide als sogenannte „Vertiefungsbereiche“ bei der Stadtsanierung gelten – hier soll sich also einiges tun.

Die Lange Straße ist aktuell nicht Teil der Förderkulisse. Die Stadt will aber zum Ende der Förderperiode hin den Versuch unternehmen, diese Hauptachse auch noch in das Programm zu bekommen.

Derweil sind in der Online-Beteiligung auch Anregungen für die Neugestaltung des Junkerparks willkommen. In den existierenden Entwurf sind bereits die Ideen der Wittinger Grundschüler aus den Klassen 2 bis 4 eingeflossen. „Da gab es tolle Rückmeldungen und auch ein paar Zeichnungen“, berichtet Puskeiler. Die Vorschläge der Kinder drehen sich um Themen wie Spielgelegenheiten, Sauberkeit und sicherer Schulweg. Ein Wasserspielplatz steht zur Diskussion – und ein paar ganz hoffnungsvolle Schüler haben sogar einen Streichelzoo angeregt. Die ebenfalls gewünschte Haltung von Delfinen dürfte vermutlich nur geringe Aussichten auf Realisierung haben. Aber Träume sind ja erlaubt ...

Mit dem Rahmenplan wird auch ein kleines Verkehrskonzept verbunden sein. Da geht es dann beispielsweise um die Frage, ob der Verkehr in der Junkerstraße künftig in die andere Richtung laufen soll oder ob alles beim Alten bleibt. Die Online-Beteiligung zum Rahmenplan läuft noch bis 6. Dezember (https://befragung.stadt-handel.de/s3/rahmenplan)

• Die Gestaltungssatzung: Diese Satzung wird Vorgaben für die Grundstücks- und Gebäudeeigentümer im Sanierungsgebiet machen. Dabei werden Aspekte des Denkmalschutzes eine Rolle spielen, was den Wünschen der Bürger wie auch den späteren Entscheidungen der Politik gewisse Grenzen setzt. Der Entwurf soll vielleicht noch dieses Jahr in die Beteiligung gehen. Auch bei der Gestaltungssatzung können sich alle Bürger der Stadt einbringen. In ihrer Wirkung wird die Satzung ähnlich wie ein Bebauungsplan sein.

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