„Ich will dich ganz“

Die Wittingerin Cornelia Cieslar mit ihrem neuen Buch, das sie bei einer Lesung in Hankensbüttel vorstellen wird.
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Die Wittingerin Cornelia Cieslar mit ihrem neuen Buch, das sie bei einer Lesung in Hankensbüttel vorstellen wird.

Wittingen - Von Burkhard Ohse. „Ich will dich ganz“ heißt das neue Buch der Wittinger Autorin Cornelia Cieslar. Der Titel bezieht sich nicht nur auf einen Menschen, sondern er greift weiter, wie die Schriftstellerin sagt. Es ist, wie im Untertitel steht, eine Liebeserklärung an das Leben, an die Kraft der Erinnerungen und der eigenen Stärke, wie Cieslar betont.

„Natürlich ist damit aber auch eine Liebeserklärung an die Liebe gemeint, an das Liebenswerte genauso wie das oft störend Andere, an das Verstehen und die Missverständnisse, an den Partner, so, wie er oder sie eben ist“, erklärt sie. Das Buch ist mit 27 Bildern der Künstlerin Susanne K. Knöpfle aus Adenbüttel illustriert, und es beschreibt nicht nur das Glück, „denn auch unsere Niederlagen machen uns zu dem, was wir sind, prägen uns“, wie die gebürtige Thüringerin unterstreicht.

Gearbeitet hat Cornelia Cieslar an dem Werk, dem zweiten nach dem ersten Lyrikband „Hab mich entdeckt für Sekunden“, den sie 1996 veröffentlichte, ein Jahr lang. „Es ist eine Zusammenstellung von Gedichten, teilweise auch aus frühen Jahren bis zu meiner Jugend“, sagt sie. Denn das Schreiben spielt bei ihr fast das ganze Leben eine wichtige Rolle.

Schon in der Grundschule schrieb Cornelia Cieslar erste Gedichte, fertigte mit einer Freundin Geschichten an, las sie ihren Freunden vor. Mit 15 Jahren gab ihr Deutschlehrer der Klasse auf, ein Gedicht zu schreiben. Cieslar schrieb drei Verse, las ihr Gedicht vor, und der Lehrer fand es ganz gut, wie sie sich erinnert.

Seitdem gehört Schreiben zu ihrer Leidenschaft. Und es blieb nicht bei Gedichten. Kurzerzählungen, Märchenhaftes, Aphorismen und Romane folgten und sind derzeit in Arbeit. „Einfälle habe ich durch Erlebnisse, die mich nachhaltig geprägt haben“, sagt sie. An einer Idee wird gefeilt, bis sie zu einem Text geworden ist. Manchen Text nimmt man sich immer wieder vor, bis man mit ihm zufrieden ist, sagt die Autorin, manches gelingt auch gleich so, dass es fertig ist.

„Wichtig ist, dass man authentisch bleibt, damit das, was man macht, auch man selbst ist“, weiß die Autorin. In ihrem neuen Buch findet der Leser komplexe Betrachtungen aus dem ganzen Lebensbereich, das Leben wird so beschrieben, wie es eben auch ist. Am Anfang und am Ende stehen Liebensgedichte, doch es geht auch um das Leben selbst, die Kraft, Vielfalt der Erfahrungen, es gibt das Besondere im Alltäglichen zu erkennen.

Zwischen ihrem ersten veröffentlichten Buch und dem jetzigen Werk war die Mutter dreier Töchter nicht untätig. Veröffentlichungen im Kreiskalender, Aufarbeiten des Nachlasses des bedeutenden Naturlyrikers Walter Werner oder die Mitarbeit in der Literaturwerkstatt Gifhorn, deren Leiterin sie seit einem Jahr ist, liegen hinter und vor der Autorin, die bereits Preise bekommen hat und Jurymitglied beim ersten Literaturwettbewerb der A.E. Johann-Gesellschaft ist.

Zu erhalten ist das Buch ab sofort in den Buchhandlungen Burmester, Ulrich, Dänzer, Nolte, bei der Autorin selber und dem Verlag. Wer zunächst einen Eindruck erhalten möchte, kann Cieslar am Sonntag, 21. November, um 18.30 Uhr in der Café-Bar Quasimodo in Hankensbüttel erleben. Dann stellt Cornelia Cieslar ihr neues Buch vor.

Michael Mario Busse aus Hannover untermalt den Abend auf der Gitarre mit italienischen Impressionen und Liedern von Angelo Branduardi bis Hannes Wader. Weitere Lesungen in Gifhorn und Umkreis sind geplant. Am 14. November bereits gibt es einen Wohlfühltag für Frauen im Sportspoint in Hankensbüttel, und dabei ebenfalls eine Lesung aus „Ich will dich ganz“.

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