Wittinger Brühtrogrennen mit „Oranje“-Gefährt / Finale für den Wettbewerb

Holland-Spaß im Hafen

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Was die Hände hergaben: Die Teilnehmer paddelten und paddelten und paddelten.

Wittingen. Internationales Flair versprühte am Samstagnachmittag das Brühtrogrennen im Wittinger Sportboothafen zu. Von Burkhard Ohse

Nicht ohne Holland fahren wir zur Brühtrogmeisterschaft ...

Etliche Niederländer samt Fangruppe und ein Däne beteiligten sich neben deutschen Teilnehmern an der Juxfahrt, und ein Inder schaute sich das Spektakel von außen an. Somit blieb dieser trocken, im Gegensatz zu den Brühtrog-Rennfahrern, die mindestens nasse Füße bekamen. Hafenklause-Chef Gerald Schulze machte keine halben Sachen und tauchte bei der seiner ersten Fahrt freiwillig ganz im Hafenbecken unter, um danach an Land wieder in seinen rosafarbenden Plüschbademantel zu schlüpfen. Ein Jubiläum stand diesmal an, allerdings wird es vorerst das letzte Brühtrogrennen gewesen sein. Nach der zehnten Auflage in diesem Jahr ist Schluss, wie Schulze ankündigte.

... und mussten dabei immer schön drauf achten, dass das Wasser nicht ins Sportgerät läuft. Fotos: Ohse

„Zehn Jahre ist genug. Wir müssen auch mal etwas Neues machen“, kündigte er an. Pläne und Ideen für das nächste Jahr hat er schon, verraten wurde am Wochenende aber noch nichts. Das Bergfesträuchern bleibt aber, wie auch an diesem Samstag, als am Abend geräucherter Fisch auf die Teller kam. Dass die Niederländer mit einer großen Mannschaft antraten, sogar mit einem Trainer, war ebenfalls Schulze zu verdanken. „Sie schrieben mir, dass sie nur mitmachen, wenn wir einen orangefarbenen Brühtrog haben“, sagte Schulze. Und er machte es möglich. Orange Innenauskleidung, der Trog dazu verziert nicht nur mit Luftballons, sondern auch mit der niederländischen Flagge, und auch eine Anhängerkupplung am Heck fehlte nicht. „Der Brühtrog wurde gestern mit der niederländischen Nationalhymne feierlich auf den Namen Jaan getauft“, sagte Schulz. Dazu gab es Köstliches aus der Schatzkiste der Niederländer.

Auch wenn der so verzierte Brühtrog am meisten her machte, die Schnelligkeit war nicht mit eingebaut. Der Wechsel der Teilnehmer nach einer Strecke hin und zurück in den anderen Trog zeigte, dass die anderen Tröge schneller waren. Auch Schulze als wohl geübtester Brühtrog-Rennfahrer hatte in dem niederländischen Gefährt das Nachsehen, wenngleich auch denselben Spaß.

Die schnellste Runde für die gut 60 Meter lange Wasserstrecke im Wittinger Sportboothafen wurde per Handpaddelbetrieb immerhin in 1:07 Minuten bewältigt, wie Zeitnehmer Dieter stoppte. Weitere Fotos:

Von Burkhard Ohse

Wittinger Brühtrogrennen mit „Oranje“-Gefährt

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