Hilfe für Waldgaststätte

Berliner Runde: Friedrich Lührs (v.l.), Hans-Heinrich Koch, Enak Ferlemann, Albert Soltau, Ingrid Klopp, Karl Ridder.

Wittingen/Berlin - Von Holger Boden. Eins hat sich auch nach dem Besuch von Stadtbürgermeister Karl Ridder und Vertretern des Stadtrates in Berlin nicht geändert: Eine echte Südumgehung für Wittingen ist und bleibt vom Tisch. Doch die Visite im Verkehrsministerium, die auf Initiative der Landtagsabgeordneten Ingrid Klopp sowie der Bundestagsabgeordneten Ewa Klamt und Günter Lach zustande kam, brachte Klarheit in der Anschlussstellen-Frage.

Zwei Abfahrten für Wittingen, die so genannte „AS 16“ an der B 244 bei Mannhagen und die „AS 18“ an der L 286 bei Eutzen zu realisieren, wurden von Staatssekretär Enak Ferlemann nach Klopps Angaben bereits als feste Beschlusslage bestätigt. Der Spatenstich solle 2013 erfolgen. Eine Zusage, die auf erfreute Reaktionen stieß.

Ridder und die Ratsherren legten darüber hinaus noch einmal die Wittinger Interessen hinsichtlich der Planung einer Tank- und Rastanlage dar. Man favorisiere klar den Suchraum im Bereich der VW-Teststrecke und des Truppenübungsplatzes. „Bei der inzwischen diskutierten Größe wird es auch am Kanal bei Wollerstorf zu eng“, betonte Ridder gegenüber dem IK noch einmal. Den dritten potenziellen Standort bei Eutzen möchte man im Rathaus ohnehin gern ausschließen.

Dies haben die Planer der Wolfenbütteler Straßenbaubehörde allerdings noch nicht getan: „Nichts Neues“, meinte Behördenchef Bernd Mühlnickel gestern auf die Frage nach dem Stand der Untersuchungen, die ursprünglich schon im Frühjahr zu einem Ergebnis kommen sollten. Es gebe nach wie vor zusätzlichen Untersuchungsbedarf.

Ferlemann habe die Argumente aus Wittingen als „sehr nachvollziehbar“ angesehen, berichtet Klopp. Der Staatssekretär habe zugesagt, bei einem am 23. Juni anstehenden Beratungstermin zwischen Bund und Land die Wittinger Interessen zu vertreten.

Auch die Landtagsabgeordnete macht sich für eine Rastanlage im Waldgebiet an der Teststrecke, das zur Landesforst gehört, stark: Man könne nicht 40 Hektar „einem Landwirt wegnehmen“, wenn gleichzeitig Fläche aus öffentlicher Hand in Frage komme, die nicht einmal angekauft werden müsse. Das Dilemma: Für Wald müssen nach den gängigen Vorschriften größere Ausgleichsflächen her – daher sind wohl auch die beiden anderen Alternativen, bei denen Ortschaften viel stärker betroffen wären, überhaupt noch im Rennen. Klopp will für die nötigen Ausgleichsmaßnahmen allerdings auch die Möglichkeit eines nicht so flächenintensiven Waldumbaus ins Spiel bringen.

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