„Hier ist etwas geschehen“

Wittingen. Nachdem am Donnerstagabend die dritte QiN-Arbeitskreisrunde in Wittingen zuende gegangen ist, sind die Verantwortlichen im Rathaus begeistert von den bisher erzielten Ergebnissen und der Aufbruchstimmung unter den beteiligten Bürgern. „Hier ist etwas geschehen“, sagt Hans-Günter Weiss vom Institut CBM, der das Projekt betreut. „Wir erleben echte Bürgerbeteiligung mit Leib und Seele.“

Weiss skizzierte dem IK gestern gemeinsam mit Wirtschaftsamtsleiter Günter Kruse die Resultate dieser Woche. In den vier Arbeitskreisen sind von Montag bis Donnerstag noch einmal die in Untergruppen erarbeiteten Vorhaben vorgestellt worden, in verfeinerter und detaillierter Form. „Die Teilnehmer müssen häufig zusammengesessen haben“, lobt Weiss die Fortschritte seit den Versammlungen Anfang Februar.

Auf der Agenda stehen demnach wie vor Dinge wie Hilfe für Existenzgründer, die Leerstand-Vermarktung, ein Leitbild, die touristische Aufwertung der Stadt, das Haus Kreyenberg und eine verbesserte Ausschilderung der Innenstadt. Gesprochen wurde laut Weiss in dieser Woche auch über eine verbesserte Anbindung des Einkaufszentrums an die Innenstadt.

Welche Projekte als erstes verwirklicht werden, ist nach wie vor offen. Der weitere Fahrplan sieht vor, dass am 14. März die Mitglieder aller Arbeitskreise zu einer gemeinsamen Sitzung zusammenkommen. Dort sollen alle Projekte noch einmal präsentiert werden, anschließend soll eine Priorisierung erfolgen. Die Ergebnisse sollen dann in die politischen Gremien getragen werden. Nach Möglichkeit soll schon mittelfristig aus jedem Arbeitskreis mindestens eine Idee zur Realisierung gebracht werden.

Am 14. März wird auch festgelegt, wann die Vorhaben öffentlich vorgestellt werden. Zunächst sollte dies aufgrund der QiN-Modalitäten schon Ende März erfolgen, doch weil der Zeitdruck weg ist (das IK berichtete), wird der Termin wohl im April liegen.

Schon jetzt scheint klar, dass die Erstellung eines Leitbildes wohl bei der Festlegung der Prioritäten außen vor ist – das Vorhaben gilt als Selbstläufer. Laut Weiss kamen aus den Reihen der Beteiligten starke Forderungen nach der Implementierung eines solchen Kanons, der für die nächsten zehn Jahre Richtlinien für die Entwicklung der Stadt festschreibt. Der Vorteil: Ein Leitbild kostet so gut wie nichts – außer, dass man sich daran halten muss.

Von Holger Boden

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