Braumeister Norbert Gehring verlässt die Privatbrauerei Wittingen nach 36 Jahren

Der Herr der Braugeheimnisse geht in Rente

Die Inhaber der Privatbrauerei Wittingen, Axel (l.) und Christian Schulz-Hausbrandt, verabschiedeten Diplom-Braumeister Norbert Gehring (M.) in den verdienten Ruhestand.

sg Wittingen. Niemand kennt die Geheimnisse des Brauens und der Rezepturen der Biere aus der Privatbrauerei Wittingen besser als der langjährige Diplom-Braumeister Norbert Gehring aus Hankensbüttel.

Nach nunmehr 36 Jahren ist jedoch Schluss, der studierte Brauer und Mälzer wurde jetzt von der Geschäftsleitung in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Dazu hatte Gehring seine Weggefährten, Kolleginnen und Kollegen aus allen Abteilungen eingeladen. Und bei diesem Abschied flossen auch Tränen der Rührung und Freude, denn während seines Rückblickes auf die letzten vier Jahrzehnte trafen plötzlich seine Tochter Stefanie mit Schwiegersohn aus der Schweiz in Begleitung seiner Tochter Sonja ein, um ihn auf diesem nicht leichten Weg zu unterstützen.

Anschließend würdigte Inhaber Christian Schulz-Hausbrandt die Leistungen seines Braumeisters, der maßgeblich zur erfolgreichen Entwicklung der Wittinger Biere auf nationaler und internationaler Ebene beigetragen hat. So zeichnete Gehring auch einmal für den höchsten Bierausstoß von über 400 000 Hektoliter in einem Jahr verantwortlich. Die Exporte liefen seinerzeit unter anderem sogar über China, Russland, Brasilien und Schweden.

„Herr Gehring stellte sich immer den neuen Herausforderungen und den vielseitigen Aufgaben, die ihm im Laufe der Jahre übertragen wurden“, sagte Schulz-Hausbrandt, der sich auch im Namen seines Bruders Axel Schulz-Hausbrandt für die langjährige Treue bedankte. Er überreichte dem künftigen Diplom-Braumeister im Ruhestand einen Gutschein für ein Wellness-Wochenende mit Candlelight-Dinner im Seehotel am Tankumsee, dass er gemeinsam mit seiner Frau Ingrid verbringen darf.

Norbert Gehring wurde am 21. September 1955 in Augsburg geboren, durchlief nach Abitur und Bundeswehrzeit ein Praktikum in verschiedenen Brauereien und bekam über ein Studium an der Hochschule Weihenstephan in München schließlich sein Diplom. Drei Tage nach der letzten Prüfung im Jahre 1982 kam er direkt nach Wittingen und wurde von Carsten und Willi Schulz-Hausbrandt eingestellt.

Seitdem war Gehring für die Qualität und Herstellung der Wittinger Biere verantwortlich. Auch wenn im Laufe der Jahre immer wieder verschiedene Braumeister an seiner Seite standen, entwickelte er die Grundrezepturen für viele Biersorten. Er baute das Labor mit auf sowie das neue Sudhaus, das Mitte der 90er Jahre entstand. Darüber hinaus bildete er unzählige Brauer und Mälzer in Wittingen aus.

Blumen, Geschenke und Dank für die gute Zusammenarbeit überbrachten auch Braumeister Alexander Holm und Sonja Rönneberg, bevor es zum gemütlichen Teil überging.

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