Ridder für Glasfaser-Leitungen

Herausforderungen für die Stadt Wittingen im Jahr 2016

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Die Entwicklung des OHE-Areals, die Unterbringung von Flüchtlingen, der Ausbau der Breitbandversorgung, der Abschluss der Arbeiten am Zasenbecker Feuerwehrgerätehaus – nur vier von zahlreichen Aufgaben, die sich dieses Jahr für die Stadt Wittingen abzeichnen. dpa (2), bo (2)

Wittingen. Das eine große Projekt, das alles andere überstrahlt, fehlt in diesem Jahr in der Stadt Wittingen. An anspruchsvollen Vorhaben mangelt es dennoch nicht, und vieles davon ist bereits mit zum Teil hohen Summen im Haushaltsplan dokumentiert.

Daneben gibt es auch Herausforderungen, für deren Bewältigung es mehr als Geld braucht.

Die Aufgabe, Flüchtlinge aufzunehmen und unterzubringen, werde auch 2016 ein großes Thema bleiben, sagt Stadtbürgermeister Karl Ridder: „Ich kann nicht erkennen, dass die Zahlen zurückgehen werden.“ Man stehe vor einer „Herkulesaufgabe“, bei der gelingende Integration enorm wichtig sei. Höchste Priorität habe daher die Vermittlung von Sprachkenntnissen, ob an erwachsene Flüchtlinge oder an Kinder. Für die Verwaltung lautet die Herausforderung, weiteren Wohnraum für Asylbewerber zu finden.

Geht es nach den Summen im städtischen Etat, dann ist eins der größten Projekte in diesem Jahr die Sanierung des Schulhofs der Grundschule. Dafür sind 260 000 Euro eingeplant, was vor allem daran liegt, dass die darunterliegenden Kanalrohre marode sind. Eine andere große Investition im Schulbereich ist ein Fahrstuhl für die Oberschule/IGS, der mit 160 000 Euro zu Buche schlagen soll.

Beim Brandschutz wird mit 420 000 Euro für das neue Feuerwehrgerätehaus in Erpensen kalkuliert. 265 000 Euro für ein neues LF 20 für Knesebeck stehen ebenso auf der Agenda wie die Arbeiten für die Außenanlagen am Zasenbecker Gerätehaus – eine Baumaßnahme, die endlich zum Abschluss gebracht werden soll. Ein anderes Langzeitprojekt geht ebenfalls auf die Zielgerade: Die Feuerwehr-Bedarfsplanung für die Stadt soll vor der Kommunalwahl noch durch den alten Stadtrat verabschiedet werden.

Bei der Sanierung von Straßen und Wirtschaftswegen will die Stadt 2016 auch vorankommen: 1 Million Euro steht dafür zur Verfügung, abzuwarten bleibt angesichts der Ausschreibungsmodalitäten und der Terminpläne der Auftragnehmer, ob das Geld komplett ausgegeben werden kann.

Ein wichtiges Thema für 2016 ist für Ridder auch der Ausbau der Breitband-Versorgung. Aufgrund aktueller Förderrichtlinien geht das nur gemeinsam mit dem Landkreis. Eine bereits diskutierte große Lösung per Glasfaser „würde ich begrüßen“, sagt Ridder.

Unter den weiteren Themen in diesem Jahr:

• Fortsetzung der Dorferneuerung in drei Bereichen der Stadt;

• Entwicklung von Konzepten für die 5,2 Hektar große OHE-Fläche am Bahnhof;

• die Bemühung um den Erwerb weiterer 20 Hektar am Hafen zur Ausweisung weiterer Gewerbeflächen;

• Sanierung des Flachdach-Bereiches der Stadthalle (180 000 Euro);

• eventuelle Neugestaltung der Nebenanlagen in Bromer Straße, Spittastraße und Kakerbecker Straße, wo Versorgungsleitungen erneuert werden sollen;

• Fortsetzung der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED (Ridder: „Wir wollen da schneller vorankommen“).

Die Verwaltung geht die Vorhaben mit Verstärkung an: Im Stellenplan sind zwei neue Stellen vorgesehen, für einen Techniker im Bauamt und für Aufgaben im Bereich Ordnungsrecht/Standesamt.

Von Holger Boden

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