Wittingen: OHE will gesamtes Areal am Bahnhof abgeben

4,5 Hektar für die Stadt?

Weitgehend verwaist: Das Gelände der OHE in Wittingen liegt seit Jahren im Dornröschenschlaf. Archivfoto: Boden

Wittingen. Die Stadt Wittingen könnte bald Eigentümer der kompletten OHE-Fläche am Wittinger Bahnhof werden. Das Celler Transportunternehmen hat laut Stadtbürgermeister Karl Ridder im Zuge eines Kompensationsgeschäftes die Übertragung des gesamten Areals angeboten.

Dabei geht es um rund 4,5 Hektar.

„Diese Absichtserklärung ersetzt natürlich noch keinen Vertrag“, betont Ridder. Seitens der Stadtverwaltung ist ein so genanntes vereinfachtes Umlegungsverfahren ins Spiel gebracht worden. Dazu laufe die Abstimmung mit der OHE, sagt Ridder.

Der Sachverhalt wurde jetzt auch dem Verwaltungsausschuss vorgelegt. Dort habe es keine Vorbehalte gegen eine Übernahme des Geländes gegeben, berichtet Ridder. Mit dem Areal würde die Stadt auch einige Pächter übernehmen, die Teilflächen der OHE nutzen.

Vor allem aber bietet das Gelände am Bahnhof große städtebauliche Chancen, insbesondere mit Blick auf die Tatsache, dass ab Ende 2014 die Regio-Bahn mit einem dichteren Takt rollen soll. Eine Kontaminierung des Areals konnte bisher nicht festgestellt werden. Ridder verweist aber darauf, dass nur eine großflächige und keine punktuelle Untersuchung vorgenommen wurde.

Die Kompensation der OHE in Form von Fläche erfolgt für das finanzielle Engagement, das die Stadt in den Anschluss von OHE- und DB-Gleisen steckt. Derzeit wird mit 300 000 Euro kalkuliert.

Für das Projekt läuft derzeit das Planfeststellungsverfahren. Jeder Interessierte kann die Planungsunterlagen im Rathaus einsehen, die öffentliche Auslegung läuft noch bis einschließlich 24. April. Bis 8. Mai können Eingaben gemacht werden. Ein für die Anbindung der Gleise nötiger Grundstückstausch mit einem privaten Grundbesitzer ist laut Ridder mittlerweile unter Dach und Fach.

Neben einer neuen Weiche, mit der die OHE-Trasse Richtung Hafen an die DB-Gleise angebunden wird, ist unter anderem eine Beleuchtung des Bahnübergangs am Wunderbütteler Kirchweg vorgesehen. Von dem Gesamtvorhaben seien einer Prüfung zufolge „keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen“ zu erwarten, heißt es in der amtlichen Bekanntmachung der Stadt.

Von Holger Boden

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