Tempest rockt mit Weihnachtskonzert das Wittinger Rock-Café / Sorgsam ausgesuchtes Liedgut

Heavy Metal vor Heiligabend

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Das Publikum ging beim Weihnachtskonzert von Tempest begeistert mit.

Wittingen. Vierter Advent, das bedeutete höchste Zeit für die Einstimmung auf Weihnachten. Die Band Tempest leistete dazu mit ihrem Weihnachtskonzert wieder einen vernehmbaren Beitrag.

Am Samstagabend sorgte sie für ein übervolles Rock-Café und präsentierte viele advent- und weihnachtliche Lieder.

Andreas Thiemann (l.) und Timme Dierks rockten mit Tempest das Rock-Café in Wittingen.

Dabei war sogar der Weihnachtsmann auf der Bühne, mit einem eleganten Saiteninstrument in der Hand statt Sack und Rute, aber dadurch gab es auch lieder-liche Geschenke. Rau, aber herzlich erklangen da alte Weisen aus der Heimat, aber vor allem aus Skandinavien, aus denen viele der adaptierten Lieder kamen. Insgesamt bunt gemischt, von evangelisch, katholisch zu orthodox und zudem international war das sorgsam ausgesuchte Liedgut.

Zwar war es noch zu früh, aber das „Morgen kommt der Weihnachtmann“ hatte eine wohltuende Wirkung auf die vorweihnachtlich gestressten Seelen der Besucher, die bei den heimeligen Liedern in Heavy-Metal-Garnitur mitgingen und mitsangen. Einige versuchten sich auch im Solotanz und nutzten die etwa zwei Quadratmeter große Freifläche vor den dicht an dicht stehenden Gästen.

Der Weihnachtsmann Toffe (M.) kam schon am Samstag in die Brauereistadt und feierte im Rock Café alles andere als eine Stille Nacht.

Auf dem Schmiedeweg, zwischen der Gerhart-Hauptmann-Straße und dem Ernst-von-Harnack-Stieg in der Rock-Café-eigenen Straßennomenklatur hatten sich Toffe (Stefan Dierks), Timme (Thorsten Dierks) und Andreas Thiemann eingenischt, um in weihnachtlicher Verkleidung so richtig abzurocken. Dabei hielten die Weihnachtszipfelmützen nicht bei jedem Headbanging und es wurde unter der weihnachtsmannroten Kutte auch ziemlich warm, aber einmal im Jahr hat man die Bescherung.

Und auch das „Ihr Kinderlein kommet“ erklang, wobei es sich wirklich um mutige Kinder handeln müsste, die dem folgen. Denn die grobe, fordernde Stimme von Toffe, der vom Schlagzeug aus sang, und die harten Töne erforderten schon einiges Zutrauen. Aber das erwachsene Publikum zeigte sich begeistert. Daneben gab es auch Songs aus eigener Feder, bei denen die Gäste ebenso mitgingen, nicht zuletzt eine Verballhornung des Schlumpflieds, wenn auch ohne blaue Strahler. Die Rituale sind bei den Fans bekannt, Heilig Abend kann kommen.

Von Burkhard Ohse

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