Handwerk in Aktion

Bunt ist der Frühling: Im Otter-Zentrum gab es Frühlingshaftes zu bestaunen.

Hankensbüttel. Mit Rund- und Viertelmond-Ahle und Kantenzieher zu arbeiten, das ist sein Beruf. Am Wochenende ließ sich Sattlermeister Karl-Heinrich Oberste-Lehn aus Eicklingen beim Frühlingsmarkt-Spektakel von zahlreichen Gästen im Otter-Zentrum dabei über die Schultern schauen.

Laura-Hanna Fischer aus Hitzacker mischte sich unter die aktiv mitgestaltenden Besucher. Sie nutzte die Chance sich von Porträt- und Landschaftsmalerin Ina Landgraf aus Chemnitz porträtieren zu lassen. Stolz schob die Schülerin mit einer Bleistiftzeichnung nach einer knappen Stunde angestrengten Modellsitzens ab. „Aktionen und Schauübungen an vielen Ständen dominieren den Markt. 46 Aussteller traditionellen Handwerks und stilvollen Kunsthandwerkes sind präsent“, freute sich Manuela Harstick vom Otterzentrum.

Birke Dockhorn aus Schossin/Schwerin setzte der Mischung aus Marktatmosphäre und Frühling im Otter-Zentrum mit faszinierenden Farben und Mustern noch eins drauf. Ursprung und Tradition: Aus „kraftvoll-zartem“ Korea-Papier, das aus der Rinde des Maulbeerbaumes gewonnen wird, schuf die einstige Koreanistik-Studentin dekorative Papierkunst – schöne und praktische Dinge zum Verschenken.

Der ausgiebige Bummel über den abwechslungsreichen Frühlingsmarkt mit Kinderschminken, Basteln, Kuchenbacken und großer Tombola versprach viel Ablenkung. Kim Böttjer, die dort ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert, versprach zudem: Jedes dritte Los gewinnt. Wer Glück hatte, freute sich bei der Hauptverlosung über den ganz großen Gewinn. Der Erlös soll in eine Floß-Passage über den Isenhagener See fließen.

Auch die Hankensbütteler Pfadfinder waren mit von der Partie. „Sie sammelten für die Fahrt zum internationalen Lager „Jamboree“ in Schweden, wo sich 30 000 Pfadfinder aus der ganzen Welt treffen werden.

Sonniger Sonnabend, recht frühlingshaft. Gestern überraschte ein starker Regenguss die Besucher. Doch dies tat dem Treiben in den Ausstellungsräumen keinen Abbruch. „Aprilwetter eben, daran müssen wir uns gewöhnen“, meinte ein Besucher. Und einen Blick über die Schultern eines Sattlermeisters bekommt man nicht alle Tage.

Von Jürgen Kayser

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