Wittinger Wirtschaftsausschuss empfiehlt Rückbau in Vorhop / Ortsrat muss noch tagen

Haltestelle an der Masch überflüssig?

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Die Bushaltestellen im Wittinger Stadtgebiet wurden geprüft. Demnach würde ein Ausbauch der Haltestelle in Vorhop vor dem Deutschen Haus an der Braunschweiger Straße ausreichen.

Wittingen. Im Wittinger Stadtgebiet geht die barrierefreie Umgestaltung von Bushaltestellen weiter.

Während die Anträge auf Fördermittel aus dem vergangenen Jahr von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und dem Regionalverband Großraum Braunschweig nun positiv beschieden wurden, machte sich die Verwaltung Gedanken über die nächsten Projekte.

In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Sport und Kultur stellte Wirtschaftsförderin Sabrina Puskeiler die Prioritätenliste für die nächsten Anträge in 2019 vor. Dabei sei laut Puskeiler zu beachten, dass pro Jahr nur ein Sammelantrag mit acht Haltepunkten und ein Einzelantrag möglich seien.

Bei der Priorisierung selbst sei zum einen die Einwohnerzahl der Orte herangezogen worden. „Je mehr Einwohner ein Ort hat, desto mehr potenzielle Nutzer des ÖPNV gibt es auch“, erklärte Puskeiler. Zum anderen flossen die Rückmeldungen der Verkehrsbetriebe über die Frequentierung der Haltestellen und die Aussage der Straßenbauverwaltung ein, dass die B 244 erneuert werden solle. Durch diese Bedingungen sei so die Haltestelle Zasenbeck-Ortsmitte dafür prädestiniert, in den Sammelantrag aufgenommen zu werden. Die Haltestelle Süd könnte dann entfallen. Auch in Radenbeck schlägt die Verwaltung den barrierefreien Ausbau der Haltestelle Ortsmitte vor. „In Gesprächen mit den Verkehrsbetrieben wurde angesprochen, zu überprüfen, ob man die Haltestelle Süd gegebenenfalls direkt vor die Schule verlegen könnte“, berichtete Puskeiler. Dazu müsste zunächst aber der Beschluss des Ortsrates eingeholt werden. Ebenfalls stehen auf der Liste die Haltestellen in Plastau sowie die Haltestellen Deutsches Haus an der Braunschweiger Straße in Vorhop. Laut Rückmeldungen von den Verkehrsbetrieben würde dort der Ausbau genügen. Die Vorhoper Haltestelle An der Masch werde hingegen kaum genutzt, berichtet Puskeiler, und könnte deswegen zurückgebaut werden.

Eckhard Meyer (CDU) stand diesem Vorschlag skeptisch gegenüber: „Ist das wirklich sinnvoll? Die meisten Einwohner wohnen ja nicht an der Landesstraße, sondern eher in der Ortsmitte“, wandte er ein. Deswegen solle die Haltestelle An der Masch erhalten und auch ausgebaut werden. Amtsleiter Günter Kruse entgegnete, dass dieser Vorschlag aufgrund entsprechender Aussagen getätigt wurde. Der Ortsrat müsse natürlich noch über den Vorschlag beschließen. „Für uns ist erst einmal wichtig, dass wir einen Leitsatz haben unter den wir in Zukunft vorgehen wollen“, erklärte Kruse. Puskeiler ergänzte, dass viele Probleme an den Haltestellen auch erst auftreten, wenn eine Vermessung stattgefunden und der Planer eine Grundlage geschaffen hat. „Dann kann es natürlich immer noch Veränderungen geben“, weiß die Wirtschaftsförderin. Der Ausschuss empfahl die Prioritätenliste einstimmig an den Rat.

Von Ann-Cathrin Brey

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