50-Jahr-Feier im Knesebecker Schützenhof am Sonnabend / Wirtin Margret Bartels hat Betrieb an die nächste Generation übergeben

Ein halbes Jahrhundert im Einsatz für die Gäste

+
Margret Bartels (6.v.r.), eingerahmt von ihrer Tochter Stefanie Garms (5.v.r.) und deren Ehemann Dietmar sowie einem Teil des Schützenhof-Teams. 

bo Knesebeck. Warum heißt der Knesebecker Schützenhof im Volksmund eigentlich „Pieselwirt“? Margret Bartels, die den Schützenhof ein halbes Jahrhundert lang geführt hat, kann für Aufklärung sorgen: „Den Namen haben Monteure aus Bremen geprägt, in den 50er Jahren.

“ Der Wirt, so habe man es ihr erzählt, muss sich damals wohl mitunter mal „verpieselt“ haben.

Unter Bartels’ Ägide konnte davon ab 1968 keine Rede mehr sein: „Wir haben immer hart gearbeitet – einfach war es mit Sicherheit nicht.“ Mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann Helmut übernahm sie die 1905 gegründete Gaststätte vor genau 50 Jahren, die Eröffnung war am 20. Januar 1968.

Und kurz vor dem 50-jährigen Betriebsjubiläum hat Margret Bartels den Betrieb inzwischen an die nächste Generation weitergegeben: Ihre Tochter Stefanie Garms hat die Gaststätte gemeinsam mit ihrem Ehemann Dietmar übernommen.

Fünf Jahrzehnte Schützenhof in Knesebeck – da gibt es viel zu erzählen. Zum Beispiel, dass von dem jüngst bundesweit diagnostizierten Schwund an Keglern in Knesebeck keine Rede sein kann: „Die Kegelbahn ist gut ausgelastet“, erzählt Stefanie Garms, „von Freitag bis Sonntag ist sie in der Regel komplett ausgebucht.“ Und ja, auch junge Leute seien da fleißig mit dabei.

Institution in Knesebeck: Der Schützenhof ist Treffpunkt für viele Vereine.

Knesebecks aktives Vereinsleben und der Schützenhof – das ist für beide Seiten eine Win-Win-Situation. Ob die Damen vom Sportverein, die Kartenspieler, die „Rentnerband“, die Initiative „Wir für Knesebeck“ oder eben die Kegler – sie alle haben dort ihren Stammtisch. Wie der Name es nahelegt, war die Gaststätte auch das Stammlokal der Schützen, und für viele Abteilungen der Schützengesellschaft ist sie das heute immer noch. „Alle Vereine aufzuzählen, die bei uns regelmäßig zu Gast sind, geht gar nicht“, sagt Stefanie Garms. „Da würde man welche vergessen.“

Ihre Mutter kam 1967 mit ihrem Mann aus Eschede nach Knesebeck. Damals war sie 21. Aufgewachsen in einer Gastwirtsfamilie, kannte sie das Geschäft, doch der Start war kein Selbstgänger: „Wir hatten einen Handwagen und was da reinpasste, sonst nichts.“ Und sie hatte ihr Baby auf dem Arm, das noch keinen Monat alt war.

Margret Bartels ist heute dankbar für die Treue, die sie durch ihre Gäste in all den Jahren erfahren hat. Und mit ihrer Tochter Stefanie freut sie sich über das 12-köpfige Team, das Mutter und Tochter in dem Betrieb flexibel zur Seite steht.

Die Zukunft des Schützenhofes wird schon geplant: „Man muss was tun in unserer Branche, und das wissen wir auch“, sagt Stefanie Garms. So will sie etwa den Biergarten draußen neu gestalten und denkt über Events nach, die sie anbieten will.

Zum 50-jährigen Betriebsjubiläum gibt es am Sonnabend, 20. Januar, ab 11 Uhr zunächst einmal einen Empfang, zu dem jedermann herzlich willkommen ist. Am 4. August soll dann mit einem Hoffest die eigentliche Jubiläumsfeier steigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare