Kanal-Gutachten sieht Perspektiven für Wittingen – aber Schleusen-Neubau nicht schnell zu haben

Hafen-Effekte nicht vor 2025?

Schubverband am Wittinger Anleger: Der Containerverkehr auf dem Elbe-Seitenkanal gilt als stark ausbaufähig.
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Schubverband am Wittinger Anleger: Der Containerverkehr auf dem Elbe-Seitenkanal gilt als stark ausbaufähig.
  • Holger Boden
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Wittingen. Die Region diskutiert über den Ausbau des Nadelöhrs Scharnebeck, und eigentlich sind sich alle einig: Eine neue, leistungsfähigere Schleuse muss her.

Doch was bringt das eigentlich für den Elbe-Seitenkanal im Allgemeinen und für den Wittinger Hafen im Besonderen? Das IK hat zur Beantwortung dieser Frage einmal genauer in das Gutachten geschaut, das die IHK Lüneburg-Wolfsburg vor einigen Wochen vorgelegt hat (das IK berichtete).

44 Hektar mehr: Das von der IHK präsentierte HTC-Gutachten zum Elbe-Seitenkanal zeigt diese Planskizze der Stadt Wittingen zur Erweiterung ihres Hafengeländes in Richtung Süden.

„Transportpotenzial nach Ausbau des Elbe-Seitenkanals“ ist das fast 90-seitige Papier überschrieben, das von den Anrainerkommunen – also auch von der Stadt Wittingen – mitfinanziert wurde. Natürlich: Die IHK und ihre Mitstreiter wollen damit für einen Scharnebeck-Ausbau werben. Ein Gefälligkeits-Gutachten dürfte die bei der Hanseatic Transport Consultancy (HTC) trotzdem nicht sein. Schließlich gilt es als unumstritten, dass das Binnenschiff auf einem wachsenden Verkehrsmarkt gegenüber Flugzeugen und Lastwagen mit ökologischen und wirtschaftlichen Vorteilen punkten kann.

Dennoch gilt es, die Bundespolitik, die sich nach dem 22. September neu zusammensetzen wird, von dem Projekt zu überzeugen, das mit geschätzt 250 Millionen Euro (und am Ende wird es ja meistens eher mehr) kein Pappenstiel wird. Konkret: Es wird in diesem Herbst darum gehen, das Bauvorhaben in den Bundesverkehrswegeplan zu bugsieren.

Von Holger Boden

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Isenhagener Kreisblattes.

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