Landesamt für Bergbau: Weiterer Sanierungsbedarf noch offen

Gutachter ermittelt nach Vorhoper Leck

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Das Foto zeigt die Stelle der Leckage am Salzwedeler Weg, das Erdreich ist bereits ausgekoffert.

Vorhop – Nach der Leckage in einer Lagerstättenwasserleitung bei Vorhop ist noch unklar, ob an der betroffenen Stelle im Wasserschutzgebiet Schönewörde weitere Bodensanierungen notwendig sind.

Dies werde noch durch einen Gutachter ermittelt, hieß es am Mittwochnachmittag vom Landkreis Gifhorn auf IK-Anfrage.

Zuständig für das weitere Vorgehen ist das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG). Laut einem Sprecher der Behörde wurde die Leckage am 23. Mai um 16.20 Uhr bemerkt. Der Landwirt, dem die betroffene Fläche am Salzwedeler Weg gehört, habe den Schaden selbst festgestellt und gemeldet. Daraufhin wurde die Rufbereitschaft des Landkreises für wassergefährdende Stoffe alarmiert.

Laut LBEG trat „durch einen kleinen Riss“ in der Leitung, die aus glasfaserverstärktem Kunststoff besteht, etwa 1 Kubikmeter Lagerstättenwasser aus. Wie lange die Flüssigkeit schon in den Boden sickerte, bevor der Landwirt den Vorfall bemerkte, ist nicht bekannt. „Die geringe ausgetretene Menge spricht für eine schnelle Feststellung“, meint der für Umweltangelegenheiten zuständige Kreisrat Mirco Schmidt.

Etwa 8 Kubikmeter kontaminiertes Erdreich wurden ausgekoffert. Die Frage, ob Grundwasser durch das ausgetretene Lagerstättenwasser verunreinigt wurde, beantwortete das LBEG am Mittwoch so: „Es wurde nur direkt unterhalb der Leckagestelle eine erhöhte Leitfähigkeit im Grundwasser festgestellt.

Dieser Bereich wurde bereits saniert.“ Die Leitfähigkeit ist ein Indikator für die Beimischung von Salzen. Laut LBEG enthält das Lagerstättenwasser nach jüngsten vorliegenden Daten pro Liter etwa 230 Gramm Natriumchlorid sowie 44 Milligramm Mineralöl-Kohlenwasserstoffe und 2,3 Milligramm flüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe, darunter das als krebserregend eingestufte Benzol.

VON HOLGER BODEN

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