Gruppe will keine Gruppe

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Bevor eine Arbeitsgruppe die Möglichkeit einer zweiten IGS im Kreis prüft, soll die erste zunächst in Betrieb gehen.

Gifhorn. Eigentlich wollte sie nur einen Antrag auf Einrichtung einer Arbeitsgruppe stellen, die die Möglichkeit einer zweiten Integrierten Gesamtschule im Landkreis Gifhorn prüfen soll. Dass daraus eine so hitzige Debatte mit gegenseitigen Vorwürfen aus längst vergangenen Zeiten entstehen würde, hatte die SPD-Kreistagsfraktion nicht geahnt. Von Carola Peiser

„Es wurde etwas umgesetzt, was von den Eltern aus dem gesamten Landkreis gewünscht ist. Wir wollten die positive Möglichkeit nutzen, den Antrag zu stellen“, erläutert SPD-Chefin Ines Kielhorn am Donnerstag gegenüber ihren Kreistagskollegen und betonte: „Es gab 330 Anmeldung auf 150 Plätze. Es wäre doch schön, wenn wir eine Möglichkeit fänden, mit ähnlichen Voraussetzungen wie in der Sassenburg.“ Dem stellte sich Helmut Kuhlmann (CDU) entgegen: „Es gab nie Zweifel an der IGS. Aber dort hat noch nicht mal der Betrieb angefangen und Sie denken schon an eine zweite.“ Nicht zu vergessen sei, dass noch 20 Millionen Euro in die IGS und bis 2014 gar 70 Millionen Euro in die kreiseigenen Schulen investiert werden müssen. „Unsere Schullandschaft ist in Bewegung und unsere Zielsetzung bleibt, die Schulen auf den neuesten Stand zu bringen“, so Kuhlmann.

Dass seine Gruppe dem SPD-Antrag zustimmen wird, machte Fredegar Henze (Grüne/Bündnis 90) ganz deutlich und betonte: „Es geht hier um eine Arbeitsgruppe, die gute Vorarbeit leisten könnte – und es geht um diejenigen, die jetzt eine Ablehnung von der IGS erhalten haben, und diejenigen, die noch eine erhalten werden.“ Künftig müsse die Landesregierung ihre Vorgaben ändern. „Im Prinzip“ findet Stefan Armbrecht (FDP), dass eine Arbeitsgemeinschaft nicht schaden könnte, aber „alles braucht seine Zeit und wir wollen den Beginn der IGS erst abwarten.“ Mehrheitlich wurde der Antrag abgelehnt.

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