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Bessere Selbstbehauptung bei Wittinger Schülern

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Von: Paul Gerlach

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Selbstverteidigungs-Training an der Wittinger Grundschule.
Um Selbstverteidigung und Gewaltprävention ging es jetzt bei einem Training an der Wittinger Grundschule. Andreas Heilemann und dessen Sohn Leon kamen dafür samt ihrem KiJu-Team für die Schulungsstunden vorbei. © Boden, Holger

Lobende Worte gab’s von Andreas Heilemann: „Die Schüler haben sehr gut mitgemacht. Der Austausch zwischen der Schule und uns war sehr konstruktiv.“

Wittingen – Heilemann und sein neunköpfiges KiJu-Team aus Magdeburg kamen jetzt für ein Sicherheitstraining an die Wittinger Grundschule. Dabei ging es um Prävention gegen Gewalt und Missbrauch. Zu den Zielen gehört eine verbesserte Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. KiJu steht für Kinder und Jugend Sicherheits-Team Land LSA.

Das Ganze sei „sehr gut angenommen“ worden, berichtet Schulleiterin Sylvia Loesche. Die Schüler hätten gerne noch länger gemacht, zu Andreas Heilemann und dessen Team hätten sie einen guten Draht gehabt. Gewaltprävention und Sicherheitstraining seien wichtige Bausteine an der Schule und als Entwicklungsziel für die Schüler gesetzt. Veranstaltungen solcher Art sollen erneut stattfinden, so Loesche. Auf welche Art und Weise werde man sehen – womöglich auch mit einem anderen Anbieter oder der Wittinger Polizei. „Die Schüler können sich nun besser in solchen Situationen verhalten.“ Etwa, wenn sie aus einem Auto heraus angesprochen oder sogar angefasst werden. Das Sicherheitstraining habe Rollenspiele, Gespräche und auch jeden Tag Hausaufgaben für die Schüler umfasst. Die Programmpunkte seien gut aufeinander aufgebaut gewesen. Von Montag bis Donnerstag seien die Inhalte jeweils zwei Stunden lang in den Klassen erarbeitet worden. Eigentlich wären für das Training 50 Euro pro Kind angefallen, aber das Ganze sei für deren Eltern kostenfrei gewesen – dank Fördergeldern aus dem Aktionsprogramm „Startklar in die Zukunft“. Loesche sagt: „Wir als Schule sind sehr zufrieden mit dem Training.“ Es werde im Nachgang noch einen Elternabend geben, um zu evaluieren und die Rückmeldung der Eltern einzuholen.

Heilemann sagte dem IK, sein Team war das erste Mal an der Grundschule in Wittingen. „Sonst arbeiten wir ohne die Lehrer.“ Das war dieses Mal anders. „Sie durften rein, waren sehr interessiert und begeistert von den Inhalten.“ Es sei um Deeskalation gegangen, um einen freundlichen Umgang miteinander und darum, wie man Auseinandersetzungen auf dem Schulhof klärt. Ebenso darum, wie man erkenne, ob es jemandem nicht gut geht. Aber auch Onlinespiele und der Umgang mit Medien seien thematisiert worden. Heilemann, der bei der Nachbesprechung dabei sein wird, sagte, man arbeite jährlich mit insgesamt 8000 Schülern

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