Grünes Licht für Hähnchenmast

Der Rat, der nur bei einem besonders triftigen Grund Nein sagen kann, stimmt dem Bau der Hähnchenmastanlage zu.

Bokel - Von Sabine Peter. Bei einer Gegenstimme von Jürgen Bartels (CDU) genehmigte der Gemeinderat Sprakensehl am Mittwochabend den Bau einer Hähnchenmastanlage bei Bokel. Der Bokeler Landwirt Heinrich Winkelmann plant außerhalb des Heideortes einen Stall für 84 000 Hähnchen sowie drei Futtersilos. Bei dem Projekt handelt es sich laut Bürgermeisterin Christiane Fromhagen um privilegiertes Bauen. Die Gemeinde kann daher nur bei einem besonders triftigen Grund den Bau verbieten.

Im Sprakensehler Bauausschuss war das Vorhaben bereits umfassend vorgestellt worden (das IK berichtete). Jürgen Bartels beschäftigte sich mit dem Hühnermist und dessen Verwendung beziehungsweise Zwischenlagerung. Winkelmann erklärte, dass auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb ein qualifizierter Düngeplan erstellt werde. Eine Zwischenlagerung erfolge in einer Feldmiete mit Abdeckung fernab vom Dorf. Er halte sich dabei an die gesetzlichen Vorgaben des Landkreises Gifhorn.

Bartels betonte, dass er nichts gegen die Mastanlage als solches habe, sich aber Gedanken um die Belastung durch Ammoniak mache. Bei entsprechendem Wind könnte der Geruch des Stalles insbesondere zum Bokeler Altenwohnheim gelangen. Winkelmann bestätigte, dass im Radius von einem Kilometer keine offene Hähnchenmistlagerung erfolge. Außerdem sei nicht geplant Hähnchenmist an andere abzugeben. Auf Anfrage von Hans-Heinrich Schroeder (CDU) informierte Winkelmann, dass der Standort für die Anlage fest sei und kein anderer gewählt werden könne.

Ein Anhängsel zum geplanten Bau der Hähnchenmastanlage ist das Vorhaben des Bokeler Landwirtes den Alten Sprakensehler Weg zu sanieren. Dabei handelt es sich laut der Bürgermeisterin um einen Forstweg, dessen Sanierung förderfähig wäre. 70 Prozent der Summe kämen demnach als Förderung von der EU. Die Gemeinde Sprakensehl würde dies einfordern, erläuterte Fromhagen. Den Rest der Summe trage Winkelmann selbst.

Den Forstweg von Bokel zum Fernsehturm will der Bokeler Landwirt später als Zuwegung zu seiner Mastanlage nutzen, weshalb er die Sanierung anstrebt. „Sehr schön“, fand das die Bürgermeisterin. Für die Gemeinde sei es eine gute Sache, dass der Weg vernünftig saniert werde. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für den Antrag von Winkelmann zur Wegsanierung aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare