Fraktion will Untersuchung aller Verdachtsflächen im Wittinger Stadtgebiet

Grüne: Stadt Wittingen soll bei Bohrschlamm Druck machen

Elf Verdachtsflächen gibt es im Stadtgebiet – die Grünen drängen nun auf Untersuchungen.
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Elf Verdachtsflächen gibt es im Stadtgebiet – die Grünen drängen nun auf Untersuchungen.

Wittingen – Die Wittinger Grünen wollen erreichen, dass die Stadt sich beim Landkreis für eine Untersuchung aller Bohrschlamm-Verdachtsflächen im Stadtgebiet einsetzt.

Die Fraktion hat einen Antrag gestellt, wonach das Thema demnächst – sobald das wieder möglich ist – in den zuständigen Gremien behandelt wird.

„Nach eingehender Recherche und den Informationen des LBEG haben wir festgestellt, dass der Vergleichsvertrag zwischen dem Niedersächsischen Umweltministerium und dem Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung eindeutig definiert, dass die Untere Bodenbehörde der Landkreis als die zuständige Behörde für die Förderanträge, zuständig ist“, schreibt Fraktionssprecher Christian Schroeder in dem Antrag. Insofern sei der Landkreis Gifhorn seinen Verpflichtungen bei der Untersuchung von Bohrschlammgruben bisher „nicht vollumfänglich nachgekommen“. Die Grünen wollen deshalb auf eine Untersuchung der Gruben drängen.

Der Landkreis hatte kürzlich darauf verwiesen, dass eine Untersuchung aller 52 Verdachtsflächen auf einen Schlag aus Kapazitätsgründen nicht möglich sei (das IK berichtete).

Den Grünen macht Sorge, dass der Fördertopf des Landes nur noch bis 30. Juni zur Verfügung steht, und dass die Kosten dann zu 100 Prozent beim Landkreis landen. Die Bürger und das Trinkwasser müssten vor Belastungen geschützt werden. Der Landkreis will auf weitere Förderanträge setzen.

Im Stadtgebiet gibt es elf Verdachtsflächen, davon gehören zwei zu denen des ersten Untersuchungspakets (insgesamt sechs), eine bei Vorhop und eine bei Schneflingen. Die Untersuchungen dort sollen Ende des Monats starten, wenn das Wetter das zulässt.

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