Großansiedlung am Hafen?

Die Hafenerweiterung könnte nun Fahrt aufnehmen.Archivfoto: Boden

Wittingen - Von Holger Boden . Die Wittinger Hafenerweiterung steht offenbar vor entscheidenden Monaten. Die Stadt ist in Kontakt mit einem Interessenten, der möglicherweise gleich die komplette geplante Erweiterungsfläche kaufen will. Die liegt südlich der OHE-Strecke und soll 44 Hektar groß werden.

Worum es bei dem Vorhaben geht, war nicht zu erfahren. Günter Kruse, Leiter des Wittinger Wirtschaftsamtes, ließ durchblicken, dass die Anfrage vor allem vor dem Hintergrund der Aussicht auf den Bau der A 39 gestellt wurde.

Für die Stadt wäre es natürlich ein Coup, wenn auf einen Schlag 44 Hektar an den Mann gebracht werden und das Ansiedlungsvorhaben auch entsprechende Arbeitsplätze und Steuereinnahmen mit sich bringt. Allerdings müsste man sich dann im Rathaus gleich wieder Gedanken über zusätzliche Erweiterungsflächen machen, um bei Nachfrage etwas anbieten zu können. Laut Kruse gibt es im östlichen Bereich des Hafengebietes allerdings durchaus noch Erweiterungspotenzial.

Solange nicht klar ist, ob das Geschäft mit dem Groß-Interessenten zustande kommt, kann die Stadt die zusätzlichen 44 Hektar nicht abschließend be-planen. In den Haushaltsanforderungen des Wirtschaftsförderungsausschusses sind 10 000 Euro Planungskosten für den Hafen enthalten – doch abzuwarten bleibt freilich, welcher Art die Nutzung auf dem Gelände sein soll. Kruse rechnet mit einer Entscheidung bis April.

Die Stadt steht kurz davor, die Zusatzfläche zu kaufen. Rund 300 000 Euro für Grunderwerb sollen im Etat 2011 vorgesehen werden. Derzeit, so erfuhr der Ausschuss, gibt es auf Verkäuferseite noch eine Erbstreitigkeit zu klären. Man rechnet im Rathuas damit, dass die Sache in diesem Jahr geklärt wird.

Die Stadt geht derweil bei der Vermarktung des Hafens zunehmend in die Offensive. Unter http://www.wittingen.eu ist neuerdings ein achtseitiges Standortprofil zu finden. Das Rathaus wirbt dort bereits mit „Trimodalität“, wie sie einmal durch die A 39 gegeben sein soll.

Diese Perspektive war laut Kruse auch der Grund für die Ansiedlung von Strabag und Deutag im Hafengebiet. Für beide Vorhaben liegt inzwischen die Genehmigung nach dem Bundesemissionsschutzgesetz vor. Auf dem Strabag-Gelände haben mittlerweile Erdarbeiten für die geplante Asphaltmischanlage begonnen.

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