Betrag von 18 Millionen Euro veranschlagt

Landkreis Gifhorn: Glasfaserausbau an Schulen und Krankenhäusern geht voran

Für den Glasfaserausbau an Schulen und Krankenhäusern im Landkreis Gifhorn wurden 18 Millionen Euro veranschlagt.
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Für den Glasfaserausbau an Schulen und Krankenhäusern im Landkreis Gifhorn wurden 18 Millionen Euro veranschlagt.
  • Florian Schulz
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Der Glasfaserausbau an Schulen und Krankenhäusern geht voran, aber noch dauert es. Mehr als 30 Schulen im Landkreis Gifhorn sind derzeit noch ohne Glasfaseranbindung, so Erster Kreisrat Dr. Thomas Walter.

Gifhorn – „Die Corona-Krise hat während des letzten Jahres verdeutlicht, wie wichtig eine schnelle und stabile Internetverbindung ist“, stellt dazu Landrat Dr. Andreas Ebel fest. Die Berufstätigen gingen vermehrt ins Homeoffice, die Kinder mussten zum großen Teil ins Homeschooling. Dazu wurden vermehrt im Präsenzunterricht Tablets und Computer eingesetzt. „Eine gute Internetverbindung ist daher unabdingbar.“

Bereits seit März 2020 läuft seitens des Landkreises ein Markterkundungsverfahren, um die Versorgungssituation der Schulstandorte, dazu auch die der förderberechtigten Ausbildungs- und Weiterbildungsstätten sowie der Krankenhäuser, bei den jeweiligen Telekommunikationsunternehmen abzufragen. Um all diese Standorte an das Glasfasernetz anzuschließen, wurde schließlich ein Betrag von 18 Millionen Euro veranschlagt. Eine zeitliche Verzögerung gibt es nun, da nach der Netzplanung eine europaweite Ausschreibung für die Baumaßnahmen erfolgen muss. Daher kommt es, so der Landkreis, zu einem „mehrjährigen Projektzeitraum“. Im Dezember hatte der Kreistag die erforderlichen Haushaltsmittel bereitgestellt.

Als Vorreiter sieht Ebel den Landkreis mit dem kreiseigenen Ausbau der weißen Flecken. Denn dadurch sei Bewegung in den Markt gekommen. Bezüglich des Breitbandausbaus gibt es nun eine neue, marktwirtschaftliche Konkurrenzsituation, der Landkreis ist für Telekommunikation wieder attraktiv geworden. Vor allem die Randbereiche des Kreises sind für die Firmen von Interesse, insbesondere, wenn jenseits der Kreisgrenzen bereits die Infrastrukturen vorhanden sind. „Das wird dann gerne mitgenommen“, wie Walter feststellt.

„Das Interesse der Unternehmen am Anschluss von Schulen und Krankenhäusern ist gestiegen“, stellt auch Ebel fest. Folge ist, dass die Kreisverwaltung Rahmenbedingungen schafft, um einen Vergleich anstellen zu können, ob ein geförderter oder ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch die Telekommunikationsunternehmen effizienter ist. Dabei wird neben dem finanziellen Rahmen auch die zeitliche Umsetzbarkeit geprüft. Einzelne Aufträge sind erteilt, und so werden die IGS Sassenburg oder das Sibylla-Merian-Gymnasium in Meinersen von anderen Telekommunikationsunternehmen zeitnah für den Glasfaserausbau erschlossen. Weitere Standorte werden durch den kreiseigenen Glasfaserausbau erschlossen. Für die übrigen Standorte prüfe man derzeit schnelle Anschlussmöglichkeiten. Ein Entscheidungsvorschlag für die politischen Gremien soll bis zum April vorliegen.

(Von Burkhard Ohse)

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