Knesebeck: Geschäftsleute wollen Verschmelzung mit Heimat- und Kulturverein

Gewerbeverein peilt Fusion an

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Der Vorstand des Knesebecker Gewerbevereins präsentiert sich vorläufig ohne zweiten Vorsitzenden.

Knesebeck. Der Knesebecker Gewerbeverein will eine Fusion mit dem Heimat- und Kulturverein anstreben. Für einen entsprechenden Vorschlag des Vorstands votierten bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend 13 der 15 anwesenden Mitglieder, 2 sprachen sich dagegen aus.

Ein detaillierter Plan, wie der neue Verein aufgestellt sein wird und ob eine Verschmelzung überhaupt zu Stande kommt, soll in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung besprochen werden.

Der Grund für den Vorstoß des Vorstands: Die Mitgliederzahl sinkt, die Unterstützung im Verein und die Vorstandsarbeit werden zunehmend schwieriger, und die Hälfte der Mitglieder stammt aus benachbarten Orten und ist zum großen Teil in der eigenen Heimat im Gewerbeverein aktiv.

Bei der Mitgliederversammlung im Knesebecker Hof wurde Karsten Keller vom Vorsitzenden Uwe Peesel mit einem Präsent verabschiedet.

Von der Verschmelzung verspricht sich der Vorstand neue Ideen, Attraktivität und Aufschwung für den Verein. Vor Jahrzehnten hatten Gewerbeverein und Heimat- und Kulturverein bereits als Gewerbe- und Verkehrsverein zusammengearbeitet. Zudem haben, so wurde festgestellt, beide Vereine die gleichen Interessen: Sie treten für das Wohl des Ortes und eine aktive Dorfgemeinschaft ein, wollen die Infrastruktur ausbauen, und den intakten Handel und das Handwerk bewahren.

Heinrich Lilie, ehemaliger Vorsitzender, befürwortete die Verschmelzung. Auch Karsten Keller, der als zweiter Vorsitzender aufhörte, ist davon überzeugt, dass „das auf Dauer der beste Weg ist.“ Alternativ zur Fusion stehe nur, den Verein vorerst ruhen zu lassen oder aufzulösen, hieß es.

So ließ der Rückblick auf 2016 denn auch ein „ruhiges Jahr“ Revue passieren. Der Gewerbeverein nahm am Neujahrsempfang des Ortsrates teil, im April war man bei der Messe-Party im Rahmen der Nordkreismesse vertreten, im November beim Dorfabend-Jubiläum. Die Schützenfeste in der Umgebung wurden jedoch nicht besucht, so dass keine Spenden an die Vereine übergeben werden konnten. Die Wochenendfahrt fiel aufgrund terminlicher Überschneidungen aus. Zudem konnte auch der Novembermarkt nicht stattfinden. „Das Orga-Team hatte wirklich schon viel Zeit investiert und etliche Mails rausgeschickt und Telefonate geführt, aber leider haben es der Branchenmix und die Teilnehmerzahlen nicht zugelassen, und so mussten wir im letzten Jahr den Markt absagen“, erklärte der Vorsitzende Uwe Peesel.

Der Verein verzeichnete letztes Jahr zwei Austritte und keine weiteren Eintritte, sodass ihm Ende 2016 35 Mitglieder und drei Ehrenmitglieder angehörten. Der Gutscheinverkauf verlief hingegen unverändert gut. Zudem hat die Internetseite www.knesebeck.org ein neues Layout bekommen.

Rechnungsführerin Rita Temme legte für 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vor. Dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt. Bei den Wahlen wurde kein Nachfolger für Karsten Keller gefunden, so dass der Gewerbeverein vorerst ohne Stellvertreter auskommen muss. Christian Herbsleb wurde in seinem Amt als Schriftführer bestätigt, Michael Korth als Beisitzer. Paul Schulze wurde zum 2. Beisitzer gewählt.

Pläne für 2017: Es soll wieder Schützenfestspenden für die umliegenden Dörfer geben. Am 22. April ist Messeparty, am 5./6. August soll eine Fahrradtour stattfinden, und am 8./9. September wird der Gewerbeverein an der IHK-Imagekampagne „Heimat shoppen“ teilnehmen.

Peesel bedankte sich am Ende bei Keller für dessen langjährige Vorstandsarbeit mit einem Präsent. Für Rita Temme gab es als Dank für das Einspringen als Rechnungsführerin eine kleine Aufmerksamkeit, für Harald Kienast und Frank Skiba gab es die für die Pflege der Plakatwände.

Von Ann-Christin Brey

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