Stadtbürgermeister Karl Ridder über Wittinger Anliegen 2017 / Diskussion über Schule in Sicht

Gewerbeland, Drehleiter, Radweg

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Am Hafen wird mehr Platz benötigt, deshalb sollen dieses Jahr Flächen erschlossen werden. Außerdem darf sich die Wittinger Ortswehr auf ihre neue Drehleiter freuen, und zwischen Emmen und Knesebeck wird vom Kreis der langersehnte Radweg gebaut.

Wittingen. Wenn Karl Ridder über das spricht, was dieses Jahr im Wittinger Stadtgebiet anliegt, dann muss er das derzeit noch unter einem gewissen Vorbehalt tun, denn anders als in vielen anderen Jahren ist der Haushalt noch nicht beschlossen.

Doch der Stadtbürgermeister kann schon jetzt reichlich Vorhaben skizzieren, die die Stadt angehen will – oder muss. Dabei dürfte ein besonders teures Projekt für besondere Diskussionen sorgen.

Und das ist der Brandschutz für die Grundschulen in Wittingen und Knesebeck. Da gibt es Nachholbedarf, die Kosten machten zuletzt schon dem Bauausschuss Bauchschmerzen: Abschließende Schätzungen liegen nicht vor, doch für Wittingen steht schon mal ein Merkposten von 760 000 Euro im Haushaltsentwurf, für Knesebeck 130 000. Vor diesem Hintergrund müsse man sich strategische Gedanken über die Nutzung der Schulstandorte machen – 760 000 Euro sei eine Menge Geld, wenn man über ein sehr großes Schulgebäude rede, in dem langfristig eine zweizügige Grundschule untergebracht sei. Abgearbeitet werden soll die Sanierung von Schulhof und Kanal am Standort Gustav-Dobberkau-Straße. Das 260 000-Euro-Vorhaben konnte 2016 nicht mehr umgesetzt werden.

Und das steht noch auf der Wittinger Agenda 2017:

• Krippen: Zusätzliche Plätze sollen dringend geschaffen werden – wo, das ist noch offen.

• Hafen: Erschließungsmaßnahmen für Gewerbegrund sind geplant, taxiert mit 250 000 Euro. Das Gutachten zur strategischen Hafenentwicklung wird im Frühjahr erwartet.

• Neues Bauland: Die Planung wird vorangetrieben – auch in Knesebeck sondiert die Stadt den Markt für Flächen.

• Leerstände in der Altstadt: Ridder setzt auf gemeinsame Überlegungen mit Eigentümern, um neues Leben in leere Läden zu bringen. Vielleicht durch Schaffung größerer Flächen durch Zusammenlegung? Dafür wäre nötig, dass Besitzer mitspielen.

• Radweg an der K 123: Der Landkreis dürfte mit dem Bau beginnen, die Stadt finanziert einen Anteil von 1,25 Millionen Euro vor.

• Kleine Wallstraße 4: Parkplatz oder Wohnungen? Ridder kann sich letzteres vorstellen. Der Ortsrat soll aber in seiner nächsten Sitzung seine eigenen Vorstellungen diskutieren.

• Straßen und Wege: Voraussichtlich 1 Million Euro wird in Sanierung investiert.

• Feuerwehr: Die neue Drehleiter wird im Mai ausgeliefert. In Erpensen soll der Bau des Gerätehauses wohl im Frühling beginnen. Rade bekommt dieses Jahr ein neues TSF.

• Dorferneuerung: Für 11 Projekte in den drei Verbundplanungen liegen Genehmigungen vor, nach Möglichkeit soll das alles dieses Jahr abgearbeitet werden.

• Flüchtlinge: Wohnungen sucht jetzt offiziell der Landkreis, die Stadt will ihren „Runden Tisch“ fortsetzen.

• Haus Kreyenberg: Wird im März eröffnet.

Von Holger Boden

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