Wittinger IGS begrüßt ihren neuen Schulleiter Stefan Krauß

„Gestalten und aufbauen“

Der neue IGS-Schulleiter Stefan Krauß (2.v.r.) mit Dezernent Franz Rollinger (v.l.), dem Ersten Stadtrat Peter Rothe, Holger Schulz (Fachbereich Bauwesen des Landkreises Gifhorn), dem Kreisschulamtsleiter Karsten Kreutzberg und der Ersten Kreisrätin Evelin Wißmann. Foto: Boden
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Der neue IGS-Schulleiter Stefan Krauß (2.v.r.) mit Dezernent Franz Rollinger (v.l.), dem Ersten Stadtrat Peter Rothe, Holger Schulz (Fachbereich Bauwesen des Landkreises Gifhorn), dem Kreisschulamtsleiter Karsten Kreutzberg und der Ersten Kreisrätin Evelin Wißmann.
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Wittingen. Als das Kollegium der Wittinger IGS gestern Mittag sein Begrüßungslied für Stefan Krauß anstimmte, da bediente Oberschul-Leiter Georg Ebener die Keyboard-Tasten.

Ein erster Hinweis auf eine gutnachbarliche Beziehung der beiden Schulen, die noch einige Jahre unter dem selben Dach agieren werden? Gut möglich, auch wenn etwas unklar blieb, wie die Lehrer der Oberschule denn nun ihren eigenen musikalischen Willkommensgruß meinten: „Willkommen im Cabaret. “.

Krauß jedenfalls wurde gestern als der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort präsentiert. Der 58-jährige neue Chef der IGS übernimmt eine Schule, die zurzeit noch einen drei- und einen vierzügigen Jahrgang hat, die in einigen Jahren aber auf rund 700 Schüler angewachsen sein soll. „Ich möchte gern etwas gestalten und aufbauen“, erklärte Krauß selbst seine Motivation, nach neun Jahren in Italien nun eine neue Herausforderung im Gifhorner Nordkreis zu suchen.

Dass der Weg in Wittingen – zumal an einer Schule im Aufbau – kein leichter sein wird, daran ließ kaum einer der Festredner einen Zweifel. Schließlich seien die Anforderungen an einen Schulleiter schon „fast unmenschlich“, wie die Erste Kreisrätin Evelin Wißmann urteilte: „Wer heute eine Schule leitet, setzt sich vielen, oft gegensätzlichen, Erwartungen aus.“ Sie zeigte sich, an Krauß gewandt, aber überzeugt: „Sie passen wunderbar hierher.“

Auch Dezernent Franz Rollinger von der Landesschulbehörde Braunschweig, langjähriger Weggefährte und Duzfreund von Krauß, sah den neuen Schulleiter der Wittinger IGS für die „nicht leichte, aber schöne Aufgabe“ gewappnet: Er kenne ihn als „engagierten und kompetenten Kollegen“, und: „Er kann überzeugen und ist lösungsorientiert.“ Rollinger richtete auch einen Dank – in Abwesenheit – an die bisherige IGS-Leiterin Marion Fette.

Krauß hat Deutsch und Musik studiert. 1991 absolvierte er an der Braunschweiger Wilhelm-Bracke-Gesamtschule sein Referendariat und avancierte dort 1999 zum Fachbereichsleiter. 2007 zog es ihn in den Auslands-Schuldienst: Er ging nach Varese bei Mailand, wo er unter anderem Musikunterricht auf Italienisch, Französisch und Englisch erteilte.

Seine Aufgabe sieht Krauß darin, die Schüler „für das 21. Jahrhundert zu ertüchtigen“. Als Leitplanken sollen „respektvoller Umgang“ und „Kollegialität“ dienen. Der 58-Jährige machte aber auch deutlich, dass letztlich er als Schulleiter die Entscheidungen zu treffen habe. Auf Elternvertreter hat er bei einem ersten Treffen einen durchsetzungsstarken Eindruck gemacht. Unterstützt wird Krauß in der Schulleitung von der didaktischen Leiterin Heike Hartmann. Lehrer Malte Voigt, der in den letzten Wochen die Geschäfte der IGS führte, versicherte Krauß: „Ihre Mannschaft ist sturmerprobt.“

Ab Montag wird der gebürtige Oldenburger, der wegen Verpflichtungen in Italien seinen Dienst in Wittingen rund einen Monat nach Schuljahresbeginn angetreten hat, auch selbst unterrichten.

Von Holger Boden

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