Studenten der Ostfalia Hochschule Salzgitter erarbeiten Konzept für die Markthalle

Genuss-Markt in Knesebeck?

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Die Studenten der Ostfalia Hochschule Salzgitter erstellten – unter der Leitung von Prof. Dr. Brigitte Wotha (Mitte) – Konzepte für die zukünftige Nutzung der Markthalle in Knesebeck.

Knesebeck. Im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung, die durch die Projektkoordination Ise-Land im Hankensbütteler Otter-Zentrum umgesetzt wurde, stand die leer stehende Markthalle in der Ortsmitte von Knesebeck.

Studenten der Ostfalia Hochschule in Salzgitter unter der Leitung von Prof. Dr. Brigitte Wotha hatten sich mit den Fragen beschäftigt: Wie kann eine Markthalle in Knesebeck mit Leben erfüllt werden? Wie können wir verschiedene Nutzungen zusammenbringen? Und wie kann der Standort für die Vermarktung regionaler Produkte genutzt werden?

In drei Arbeitsgruppen wurden auch drei verschiedene Varianten erarbeitet, die nunmehr den besonders interessierten verantwortlichen Politikern aus Knesebeck vorgestellt wurden. Darunter Bürgermeister Heinz-Ullrich Kabrodt, Ratsherr Walter Schulze, der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung im Landkreis Gifhorn Jörg Burmeister, je eine Vertreterin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und der Wirtschaftsförderung der Stadt Wittingen, Dr. Oskar Kölsch vom Otter-Zentrum Hankensbüttel und natürlich auch der Investor der Markthalle, Klaus Schneck, mit Frau.

Alle drei Varianten, die einzeln vorgestellt wurden, sind möglich, eine fand auch die Zustimmung von Bürgermeister Heinz-Ulrich Kabrodt. So könnte der Vorschlag: „Der Genuss-Markt ist Markthalle, Café, Bar, Veranstaltungsort und Begegnungsstätte“ durchaus in die Knesebecker Ortsmitte passen, denn die Gaststätten öffnen in der Regel in der Woche erst ab 17 Uhr. Am Beispiel NP-Markt sah der Bürgermeister durchaus die Alternative zu einer ganztägigen Begegnungsstätte mit verschiedenen Angeboten. Darüber hinaus soll es hier die Möglichkeit geben, Produkte wie Obst und Gemüse, Milch und Honig, Bier und Wein, Molkereiprodukte, Wurst und Fleisch aus der Region anzubieten. Im Aufenthaltsraum soll es eine Bühne, Tische und Stühle sowie eine Spielecke geben. Eine Terrasse bietet sich draußen förmlich an und kann im Sommer gut als Außen-Café genutzt werden. Dafür wurde die Gründung einer Genossenschaft vorgeschlagen. Bei einer Leader-Finanzierung wäre eine Fördersumme bis zu 75 Prozent, maximal 125 000 Euro, bei Erfüllung Handlungsfeld-übergreifender Qualitätskriterien möglich.

Wie letztlich entschieden wird, bleibt den Gremien vorbehalten, die sich nun mit den einzelnen Vorschlägen beschäftigen werden. Allerdings steht die Markthalle nach wie vor zur Vermietung für Gewerbetreibende bereit, doch hier hat sich seit dem Auszug des Getränkemarktes bislang nichts getan. Also gute Chancen das regionale Projekt mit Unterstützung der Ise Land voranzutreiben.

Die Projektkoordinatorin Lunja Ernst von der Ise-Land stellte noch die beiden Projekte Paula als lokale Agrarinitiative und die Regionalinitiative „Südheide genießen“ vor, die bereits zur Gründung eines Vereins mit dem Zusatz „regionale Vielfalt“ geführt hat, der auch die Gemeinnützigkeit beantragt hat. Gemeinsames Ziel ist es, regionale Netzwerke zu schaffen, um Erzeuger, verarbeitende Betriebe, Gastronomie und Einzelhandel unter einen Hut zu bringen, um Lebensmittel regionaler Herkunft besser und gezielter an den Mann, die Frau zu bringen. Und hier leistet Lunja Ernst seit 2016 eine hervorragende Überzeugungsarbeit und gab somit die Vorlage für die Studenten der Ostfalia Hochschule Salzgitter, ein Konzept für die Markthalle in Knesebeck zu erstellen.

Von Siegfried Glasow

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