Geld für Radweg fließt

Der Radweg zwischen Hagen und Knesebeck gilt in der Stadtpolitik als wichtiges Projekt. F.: Boden

Wittingen/Knesebeck - Von Holger Boden. Die Stadt Wittingen kann konkret für den Radweg zwischen Knesebeck und Hagen planen. Jetzt ist amtlich, dass das Land Niedersachsen einen Zuschuss in Höhe von 328 000 Euro für das Vorhaben zur Verfügung stellt.

Die Landtagsabgeordnete Ingrid Klopp hat Stadtbürgermeister Karl Ridder die erfreuliche Nachricht aus dem Wirtschaftsministerium übermittelt. „Wirtschaftsminister Jörg Bode hat jetzt das Jahresbauprogramm 2011 für den kommunalen Straßenbau bekannt gegeben, und Wittingen erhält demnach einen Zuschuss von 60 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 546 000 Euro“, sagte Klopp. Die Landeszuschüsse würden aus Mitteln des Entflechtungsgesetzes stammen.

Der Bau des Radwegs an der K 109 war bereits im Wittinger Haushalt für 2010 berücksichtigt, dort allerdings nur mit Baukosten in Höhe von 300 000 Euro. Der Stadtrat hatte einen mindestens 50-prozentigen Zuschuss zur Bedingung für das Projekt gemacht.

Für eine Realisierung auch unter dem Vorzeichen des höheren Kostenvolumens hatte sich der Wittinger Verkehrsausschuss im November mehrheitlich ausgesprochen. Im Rathaus geht man davon aus, dass die für die rund zwei Kilometer lange Strecke recht hohen Kosten im Rahmen der Ausschreibung noch sinken könnten. Die Stadt will den Radweg unbedingt realisieren, obwohl eigentlich der Landkreis Gifhorn als Straßenbaulastträger zuständig wäre.

Derweil ist noch offen, wann der zuletzt ebenfalls vieldiskutierte Radweg an der K 123 zwischen Knesebeck und Emmen Realität werden könnte. Beim Landkreis ist die Strecke immerhin von ganz weit hinten auf Platz 5 der Prioritätenliste gerückt – was in erster Linie wohl einem polizeilichen Gutachten zu verdanken ist, das für die derzeitige Situation ein hohes Gefahrenpotenzial nachgewiesen hat (das IK berichtete).

Dies gilt laut Holger Schulz, stellvertretender Chef des Kreisbauamtes, in erster Linie für den Abschnitt Emmen-Wunderbüttel – dieser Teil der Strecke würde im Rahmen einer Planung in zwei Abschnitten wohl Vorrang bekommen. Wann dafür Planungsgelder bereitgestellt werden, könnte sich dann herausstellen, wenn der Kreishaushalt in genehmigter Form vorliegt.

Der Platz 1 der Prioritätenliste, die Strecke Isenbüttel-Ausbüttel soll laut Schulz im Rahmen der B 4-Planungen mit abgearbeitet werden. Für Rang 2, die K 45/1 zwischen Leiferde und der K 46, sind Planungsmittel im Haushaltsentwurf. Ob das Geld dann auch noch für Platz 3 (K 4 Groß Oesingen-Weißenberge), Platz 4 (K 28 Bokensdorf-Grußendorf) oder gar darüber hinaus bis Platz 5 reicht, bleibt abzuwarten.

„Es sind rund 130 000 Euro im Topf, damit kann man schon eine ganze Menge machen“, meint Schulz, kann aber nicht versprechen, dass Knesebeck-Emmen schon dieses Jahr in die Planungsphase geht. Wann dann gebaut wird, steht ohnehin auf einem anderen Blatt.

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