Drei Jungs fördern Objekte zutage – auch einen Tresor aus einer Straftat

Die Geheimnisse des Junkerteichs

Da hatte die Polizei den Tresor schon mitgenommen – Max Seifarth (v.l.), Leon Wohlfahrt und Fabian Schroeder haben aber noch mehr im Junkerteich gefunden, etwa diese alte Toilettenschüssel.
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Da hatte die Polizei den Tresor schon mitgenommen – Max Seifarth (v.l.), Leon Wohlfahrt und Fabian Schroeder haben aber noch mehr im Junkerteich gefunden, etwa diese alte Toilettenschüssel.

Wittingen/Rade – Dank dreier Jungen aus Rade bekommt die Wittinger Polizei nun möglicherweise neue Hinweise zu einem drei Jahre alten Kriminalfall.

Leon Wohlfahrt (13), Fabian Schroeder (12) und Max Seifarth (beide 12) bargen am Freitagnachmittag einen Tresor aus dem Junkerteich.

Wie Polizeisprecher Thomas Reuter gestern auf IK-Anfrage sagte, sind noch weitere Ermittlungen nötig – der Tresor stehe aber vermutlich im Zusammenhang mit einer Straftat, die sich 2017 ereignet hat. Näheres lasse sich vorerst noch nicht sagen. In dem Tresor sollen sich ein Autoschlüssel, Fahrzeugpapiere und ein Portemonnaie befunden haben. „Wir müssen noch weitere Spuren abgleichen“, so Reuter.

Das junge Trio aus Rade hatte sich am Freitagnachmittag – ausgestattet mit Magnetangel und Anker – zum Angel-Einsatz am Junkerteich aufgemacht. Nicht zum ersten Mal: Bereits im Juli etwa hatten die drei Jungen das Ufer des Junkerteichs nach Müll abgesucht und unter anderem ein Sackgassenschild geborgen.

Ein ähnlicher Fund war dieses Mal auch wieder dabei: Leon, Fabian und Max zogen das Metallrohr eines Verkehrsschildes an Land. Zudem holten sie eine Toilettenschüssel aus dem Wasser.

Der Junkerteich gilt seit einiger Zeit als Gewässer, das wiederholt zum Versenken unterschiedlichster Gegenstände missbraucht wurde und wird, auch in Verbindung mit Vandalismus. Mitarbeiter des städtischen Bauhofs holten im Sommer erst zwei Sitzbänke, einen Mülleimer, eine blaue Papiertonne und mehrere Müllsäcke aus dem Wasser.

Als am Freitagnachmittag der Tresor zum Vorschein kam, alarmierten die drei jungen „Angler“ umgehend die Polizei. Die Wittingerin Leokardia Jablonska, die auf die Aktion aufmerksam geworden war, brachte den Jungs spontan eine Portion Pommes von einem Wittinger Imbiss vorbei, um sie für ihren Einsatz zu belohnen.

Auch Reuter lobte gestern das Verhalten der Kinder: „Alles richtig gemacht!“ Wer weitere Zeugenhinweise zu dem Fund geben kann, wird gebeten, sich an die Polizei Wittingen, (05831) 252880. zu wenden.

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