Gegensätze bis zu 45 Grad

Die Launenhaftigkeit des Aprilwetters ist sprichwörtlich. Sonne, Wolken und Regen wechseln sich auch im weiteren Verlauf des Monats in schöner Regelmäßigkeit ab.

Isenhagener Land - Von Reinhard Zakrzewski. Dank Hoch „Kuno“, das im Moment über Nord- und Ostdeutschland liegt, kann sich der Frühling für kurze Zeit aufbäumen. Sonne und milde Temperaturen um 17 Grad lassen den Mittwoch zum freundlichsten Tag der Woche werden. Aber schon am Abend und in der Nacht bringt eine schwache Regenfront aus Westen wieder Abkühlung, so dass es von Donnerstag bis zum Wochenende im gewohnten Trott weitergeht.

Das heißt: viele Wolken, Höchsttemperaturen von zehn bis dreizehn Grad und in den Nächten zwei bis vier Grad. In ungeschützten Lagen ist in der zweiten Wochenhälfte dann wieder geringer Frost oder Bodenfrost möglich. Das Angenehme für Gärtner und Bauern: Relativ hoher Luftdruck dämpft das Regenrisiko und lässt die durchnässten Böden abtrocknen.

Der Monatsrückblick: Enorme Witterungsgegensätze und eine Vielzahl außergewöhnlicher Wetterereignisse prägten den März. So folgte auf eine spätwinterliche erste Monatshälfte mit 8 bis 25 Zentimetern Schnee (6. März) und teils strengen Nachtfrösten ab Monatsmitte in Schüben milde Frühlingsluft vom subtropischen Atlantik. Während die erste Monatshälfte rund 3,5 Grad zu kalt ausfiel, war die zweite Hälfte mehr als 4,5 Grad zu warm, so dass am Ende noch ein Wärmeüberschuss von über einem Grad heraussprang. Am 25. März schaute mit neuen Tagesrekorden deutlich über 20 Grad schon der Frühsommer vorbei.

Ebenso bemerkenswert: Im Abstand von nur 20 Tagen traten zwischen Aller und Elbe Temperaturunterschiede von über 40 Grad auf (Vorhop 42 Grad), örtlich sogar bis 45 Grad (Bodenminimum Faßberg über Schnee am 6. März minus 23 Grad, Maximum am 25. März 22 Grad). Damit nicht genug: Starke Regenfälle (Vorhop 14,3 Liter pro Quadratmeter am 26. März in kurzer Zeit), ein großräumiger Hagelzug, Gewitterböen von 70 und 90 Stundenkilometern und zwei mögliche Tornados am 26. März (Verdachtsfälle im südlichen Wendland und Westkreis Uelzen) quälten das nordöstliche Niedersachsen in der zweiten Monatshälfte.

Im ganzen Monat kam gebietsweise mehr als das Doppelte der üblichen Monatssumme herunter. Nur das Wendland und Teile des Isenhagener Landes blieben mit einer negativen Niederschlagsbilanz auf der zu trockenen Seite. Sehr erfreulich: Nach dem überaus trüben und langen Winter fiel die Sonne im März endlich einmal wieder positiv auf. 110 bis 125 Stunden schien sie zwischen Heide und Elbe und damit um ein Viertel bis ein Drittel über dem langjährigen Durchschnittswert.

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