Nächtlicher Knall im Lohmühlenweg / 52 Einsatzkräfte vor Ort / Keine Verletzten

Gasexplosion in Wittingen

Gegen 1.30 Uhr in der Nacht zu gestern rückte ein Spürtrupp unter Atemschutz in das Haus am Lohmühlenweg vor, um die Lage zu erkunden. Das Gas hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits verflüchtigt. Fotos: Scholz (2), Behrens (3)

Wittingen. Ein lauter Knall hat Mittwochnacht die Wittinger Bevölkerung aus ihrem Schlaf gerissen. Um 0. 10 Uhr tönten dann auch die Sirenen. Grund war eine bislang ungeklärte Gasverpuffung in einem Einfamilienhaus am Lohmühlenweg.

Der 44-jährige Bewohner des Hauses war zum Zeitpunkt der Verpuffung nicht im Haus. Es gab keine Verletzten. Der Sachschaden wird auf rund 100 000 Euro beziffert.

Fenster wurden durch den Druck zersplittert.

Gegen 23.45 Uhr hörte auch ein 52-jähriger Anwohner im Lohmühlenweg den Knall in der Nachbarschaft, als er gerade seine Tauben fütterte. Als er auf der Straße zahlreiche Glasscherben bemerkte, informierte er die Feuerwehr. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Wittingen rückten auch die Wehren aus Glüsingen, Lüben und Gannerwinkel aus und trafen am Sammelpunkt in der Kakerbe-cker Straße ein. Insgesamt waren 52 Einsatzkräfte vor Ort. Die LSW stellte Strom und Gas ab. Zur Sicherheit war ein Rettungswagen vor Ort. Die Rettungskräfte nahmen Gasgeruch wahr, woraufhin die Bewohner der anliegenden Häuser in einem Radius von 50 Metern evakuiert wurden. Ein Gefahrenbereich wurde zusätzlich von der Feuerwehr abgesichert. Zu einem Brandausbruch kam es aber nicht.

Durch die Verpuffung wurden aus der Rückwand des Hauses mehrere größere Mauerstücke herausgesprengt.

Um 1.30 Uhr rückte ein erster Spürtrupp der Feuerwehr zur Erkundung des Hauses vor. „Der Trupp soll, wenn möglich, den Gashahn zudrehen“, erklärte der Einsatzleiter Lutz Weber. Unter Atemschutz durchkämmten die Einsatzkräfte das Haus sowie den Garten. Dabei wurde auch festgestellt, dass das Haus nicht einsturzgefährdet sei, keine Personen mehr im Haus waren und sich das Gas mittlerweile verflüchtigt hatte. „Sollte es keine weitere Gefährdung geben, werden wir den Gasanschluss vom Netz trennen“, sagte Wilfried Albrecht, der Verantwortliche der LSW vor Ort. Dazu wurde das Gelände zunächst „abgeschiebert“ und der Netzdruck gemessen. „Der muss auf Null sein, bevor Maßnahmen durchgeführt werden können“, erklärte Albrecht.

Wände des Hauses waren eingedrückt, Fenster zersplittert, und Scherben lagen auf der Straße verstreut. Aus der Rückwand des Hauses waren größere Mauerstücke herausgesprengt. Auch das Dach des Gebäudes wies erhebliche Schäden auf. Nach dem Vorrücken der Einsatzkräfte konnte das Haus allerdings schnell gesichert werden. Um 2 Uhr wurde der Strom der anliegenden Häuser wieder eingeschaltet.

Nun ermittelt die Gifhorner Kripo. Laut Polizeisprecher Thomas Reuter wird heute im Laufe des Tages ein erstes Ergebnis erwartet.

Von Maike Scholz

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