Mehrstündige Suche nach Ursache für Gasgeruch an der Dammstraße

Gasalarm in Wittingen

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Zunächst wurde die Tankstelle abgesperrt, dann auch die Dammstraße: Gasgeruch sorgte gestern Mittag für einen größeren Feuerwehreinsatz in Wittingen. 

Wittingen. Gasalarm gestern gegen 13 Uhr in Wittingen: Die Feuerwehr wurde zu der Tankstelle an der Dammstraße gerufen. Das Personal hatte dort nach Angaben der Brandschützer bereits am Vormittag Gasgeruch wahrgenommen.

Weil die Wartungsfirma auf sich warten ließ, wurde schließlich die Feuerwehr alarmiert.

Die sperrte zunächst die Tankstelle und dann auch die Dammstraße ab. Allerdings: Die Quelle des Gasgeruchs war nicht eindeutig auszumachen und schien eher nicht bei der Tankstelle selbst zu liegen, zumal dort auch das Gas abgestellt worden war. Der Geruch führte die Feuerwehr zu dem benachbarten Gebrauchtwagenhandel, doch auch dort blieb die Suche nach der Ursache zunächst ergebnislos.

„Ab und zu ist mal ein Schwall des Gasgeruchs wahrzunehmen“, gab Einsatzleiter Lutz Weber die Eindrücke seiner Kameraden wieder. So wurde auch ein Leck bei einem Wohnhaus oder im Gasnetz nicht ausgeschlossen.

Weil leichter Ostwind herrschte, ließ Weber daher die LSW alarmieren und auch den Bereich bis hin zur Gustav-Dobberkau-Straße weiträumig absuchen. Rund um die Tankstelle kamen Gas-Messgeräte der Feuerwehr zum Einsatz: „Wir überprüfen jeden Schacht“, sagte Weber.

Im Einsatz waren 40 bis 45 Feuerwehrleute aus Wittingen. Knesebeck und Radenbeck. Der Lidl-Parkplatz diente als Bereitstellungsraum für Kräfte, die zunächst in Reserve gehalten wurden.

Die vorübergehende Sperrung der Dammstraße sorgte für leichte Behinderungen für den Durchgangsverkehr. Die Feuerwehr wurde bei den verkehrsleitenden Maßnahmen von der Polizei abgelöst.

Die Feuerwehr überprüfte Schächte in der Umgebung der Tankstelle mit Messgeräten.

Nach etwa zwei Stunden Einsatz blieb die Suche nach einem Gasleck noch immer erfolglos. Auch die LSW konnte keine Ursache ermitteln. Gleichzeitig blieb ein Gasgeruch im Umfeld der Tankstelle deutlich wahrnehmbar. Damit wuchs der Verdacht, dass es sich auch um Faulgase aus der Kanalisation handeln könne – an einem Gulli im Bereich der abgestellten Gebrauchtwagen war der Geruch besonders stark. Mit einem Mitarbeiter des Wasserverbands spülte die Feuerwehr den Abwasserkanal durch, anschließend wurde er ausgelüftet. Der Geruch war dann weg. „Es kann durchaus sein, dass Leute Faulgase aus der Kanalisation für Propangas halten, der Geruch kann manchmal ähnlich sein“, so Weber. „Aber man darf Gasgeruch eben auch nicht auf die leichte Schulter nehmen.“

Von Holger Boden und Dennis Klüting

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